Das erste halbe Jahr lief für Freunde von Post-Punk und dunklen Wave-Tönen ziemlich rund. Da waren Solar Powered People und ihr grandios düsteres Album Living Through the Low. Dann die New Yorker Blacklist mit ihrem hymnischen, vor Kraft strotzenden Werk Midnight Of The Century. Und nun der dritte Juwel, sozusagen die düstere Popvariante, Ware Tapes aus Los Angeles, die mit guten Melodien nur so um sich schmeissen. Da möchte man ja fast von einer Hochphase des Post-Punks sprechen, nachdem die Begeisterung für Interpol und Editors einwenig abgekühlt ist und demnächst mit The Mary Onettes die schwedische Antwort kommt.
“We call it heart-quaking doom pop”. Zwar kann in diesem Genre das Rad nicht mehr neu erfunden werden, aber War Tapes gewinnen dem Post-Punk ein paar schöne, morbide Seiten ab. Gutes Songwriting ( man höre sich nur “Dreaming Of You” an, das ist grossartiger darkly Pop mit klasse Melodie. Neil Popkin hat die nötige dunkel, energische Stimme und eine wunderbar, düstere Stimmung durchzieht das Album. Das alles führt bei War Tapes aber immer in Richtung New Wave und Pop. Schlichten Geistern wie She Wants Revenge jedenfall ist War Tapes haushoch überlegen. Zwar gibt es ein paar kleine Ausrutscher, aber das Album in Gänze läuft stimmig und rund.
War Tapes – Dreaming Of You | mp3
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Wertung: 8/10
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Ich glaube da kann ich dir zustimmen, Peter. Insgesamt ähneln sich die Songs leider zu sehr. Insgesamt aber dennoch ein solides Album. Wahrscheinlich massenkompatibler als das Blacklist Album.