
Da hatte ich vor ein paar Wochen gehofft, gegen Depressionen hilft nur Musik. Nicht immer und nicht für immer. Irgendwann mag wohl der Point Of No Return kommen, kein Weg zurück ins Licht. Musik hin, Musik her. Vic Chesnutt, Singer-Songwriter aus Athens, Georgia ist tot. Selbstmord durch die Überdosis eines Beruhigungsmittels. Er fiel ins Koma und ist am 25. Dezember im Kreis seiner Lieben verstorben.
Es hat mich schon berührt, da ich Vic Chesnutt zwar erst seit kurzer Zeit schätzen gelernt hatte, aber das mit grossen Interesse auch für seine Lebensgeschichte. Das passiert mir eher selten. Mich hat seine tragische Geschichte gerührt. Seit dem achtzehnten Lebensjahr durch einen Unfall am Rollstuhl gefesselt. Seit dem achtzehnten Lebensjahr am Abbezahlen von Krankenhausrechnungen. Gesetzliche Krankenversicherung ist in der USA Fehlanzeige und es wird wohl auch unter Obama nicht viel besser kommen. Somit also ein eher unbekannter Künstler, der nicht im Geld schwimmt, immer am Rande der finanziellen Not. Armer Indie-Musiker. Seine Musik war geprägt von Melancholie und Traurigkeit, aber auch von schwarzem Humor und Sarkasmus. Und so hatte ich beim ersten Kennenlernen vermutet, der Mann kriegt es gebacken und wird zähneknirschend seinen Weg machen.
Vic Chesnutt – “Flirted With You All My Life | mp3
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Ich hatte mir sein Album “At The Cut” gekauft, welches ich sehr mag. Der Mann machte mich neugierig. Sein Leben mit vielen Ecken und Kanten, seine Musik und Lyrics begannen mich zu interessieren. Ihr kennt das, gute Musik kommt auf die Watchlist. Muss man sich merken, da kommt bestimmt noch einiges. In diesem Fall kommt nichts mehr.





Ja super – kaum dass ich mich mit dem beschäftige, stirbt der
Erst vor einer Woche habe ich eine seiner Platten entdeckt. Wirklich schade um ihn, scheint ein toller Musiker gewesen zu sein. Ich hab bisher auch nur “In The Cut” gehört – vielleicht kommen hier noch Tipps, welche der ca. 20 Platten man sich anhören sollte.