Trailer Trash Tracys – Ester: Spuren von Codein und andere Halluzinogene
17 Jan

Vielleicht haben die Herrschaften tatsächlich zuviel am codeinhaltigen Hustensaft genuckelt. Jedenfalls wurde dieser Verdacht während der Vorstellung durch meinen Lieblingsradiosender geäußert. Da könnte etwas dran sein. Die musikalischen Mittel von Screw und der Konsum von Purple Drank sorgen gleichermaßen für eine Verlangsamung von Zeit und Raum sowie für surreale, hypnotisierende Effekte. Dazu wird noch an lustigen Pilzen gekaut und fertig ist der krautige Trip. Bei Trailer Trash Tracys kommt noch eine Portion Noise-Rock, eine scheppernde Rythmusabteilung und sphärischer Shoegaze hinzu. Das klingt mitunter unwirklich und wie aus anderen Welten. Und so ist der vorgebrachte Verdacht einer Affinität zur “Twin Peaks”-Welt von David Lynch durchaus angebracht.
Trailer Trash Tracys ist ein Londoner Quartet welches wohl zur Zeit auf der Insel ziemlich angesagt ist. Die Tage haben sie ihr Debütalbum “Ester” via Domino Records veröffentlicht. Summa Summarum: Spocky. Psychedelisches Geschwurbel, mitunter verschwommener Shoegaze und Sci-Fi Pop der feineren Sorte. Allerdings wird’s manchmal ein wenig übertrieben und die Sphärenklänge sorgen für eine gewisse Orientierungslosigkeit. Irgendwo zwischen Cocteau Twins,Veronica Falls und Crystal Stilts.
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Kann sein, dass das Loop welchen von Anfamng an durchgeht aus einem anderen Song ist? kommt mir irgendwie bekannt vor. Der Track geht gut ins Ohr und bleibt dort auch hartnäckig drinnen
You Wish You Were Red ist wirklich toll, klingt zudem so vertraut, dass man sich unwillkürlich bei der Überlegung ertappt, von wem hier abgekupfert wurde. Die Atmosphäre von Twin Peaks hat zweifelsohne als Vorbild gedient. Ausgesprochen nette Sache!
Is’ mir zu elektronisch. Bisschen weniger Hektik würde der Musik gut tun.
Mann!
Da geh mal zu “Another Weird Place” von Playfellow.
Kannte ich bisher nicht. Klingt aber gut.