
Danach ist aber wirklich gut. Sozusagen als i-Tüpfelchen die Blogcharts für Deutschland. Hinter den “Top Of The Blogs 2009″ stehen 14 deutsche Musikblogs und mehr als 30 Autoren, die insgesamt 109 verschiedene Alben vorgeschlagen haben. Ganze klares Fazit meinerseits: Qualität ist angesagt. Das es von meinen persönlichen Topalben des Jahres gerade mal ein Album, Grizzly Bear – Veckatimest, in die Top 10 der Blogcharts geschafft hat, mag allein dem Umstand geschuldet sein, das ich im Bereich Post-Rock, Post-Punk und Shoegaze mehr oder weniger allein auf weiter Flur stehe. Auf jeden Fall eine schöne Aktion, die auf einem Blick den mehr als erlesenen Musikgeschmack in der Blogszene widerspiegelt und auch für mich eine Menge zu entdecken lässt.

Platz 10: Fever Ray – s.t.
Das vermeintlich kälteste Album des Jahres, zumindest wenn man die verzerrte Stimme und die dumpfen Synthiesounds die ersten Male auf sich wirken lässt. Doch hinter dem eisigen Wasserfall sind ungeahnte Landschaften zu finden. Ruhig stapft das Album weiter, über afrikanische Steppen hin zum windigen Atlantik. „When I grow up, I want to live near the sea.“ Ein Album, das schnell wächst, mal tanzend, mal geruhsam fortwärtsschreitend, um sich dann auf den Tafelbergen niederzulassen und zur Antarktis zu schauen. „I put my soul in what I do.“ Das glauben wir aufs Wort.

Platz 9: Sunset Rubdown – Dragonslayer
Das vierte Werk von Sunset Rubdown droht anfangs missverstanden zu werden, versteckt sich seine Komplexität doch tückisch hinter einer simpel anmutenden Fassade. Wer den Kanadiern berechenbaren Pop nach einem simplen Schema unterstellt, hat nicht richtig hingehört und verpasst Großartiges. Die Mannen hinter Wolf Parade und Handsome Furs fahren hier teils vertraute Stützen wie Spencers gewohnt eilende Stimme auf, doch kribbelt es dahinter mit jedem Hördurchgang immer mehr; es wächst und gedeiht, über das umzäunte Beet hinaus

Platz 8: Editors – In This Light and on This Evening
Wer hätte den Editors diese Wandlung zugetraut, weg von den Indiestrebern hin zu geradezu morbiden 80er-Hommagen. „They took what once was ours“ singt Tom Smith, doch könnte dieser Satz eher von den Geehrten stammen. Die Gitarren treten in den molligen Hintergrund, die Synthies beherrschen die kühle Szenerie, der Smith’sche Gesang trohnt bedrückend über allem. In seiner Entwicklung erstaunlich – und erstaunlich konsequent.

Platz 7: Yo La Tengo – Popular Songs
Wer 25 Jahre voller einflussreicher und beeinflussender Alben hinter hat, muss nichts mehr beweisen. Wenn er es dennoch schafft und eine zeitlose Symbiose von Indie, Pop & Rock dieser Qualität abliefert, hat er eine besondere Gabe. Er kann sich eigentlich bei jeder Gelegenheit hinstellen und sagen: Yo La Tengo.

Platz 6: We Were Promised Jetpacks – These Four Walls
Nervös, vertrackt, melodiös. Die Glasgower machen einfallsreichen Indierock, der zwar nicht das Rad neu erfindet, aber doch sehr rund rollen lässt. Knackig treiben die Gitarren den schottischen Akzent vor sich her und lassen sich dennoch Zeit für instrumentale Passagen. Sicher ist: Wer dieses Album hört, braucht weder Koffein noch Trombosestrümpfe, aber jemanden, der die Momente mit ihm teilt.

Platz 5: Slow Club – Yeah So
Melancholisch-poetische Songs, ironische Lyrik, bittersüße Atmosphäre. Das Duo Slow Club bringt den Folk der letzten Jahre auf den Punkt und knüpft mit seinen angenehmen Arrangements dennoch an weit Älteres an. Orgel, Rhythmusgeräte wie Löffel oder Gläser, Harmoniegesänge allenthalben regen zum Träumen, zum Tanzen, zum Mitsingen an. Musik für alle Jahreszeiten.

Platz 4: Grizzly Bear – Veckatimest
Was „Veckatimest“ zu einem perfekten Vertreter des Jahres 2009 macht, ist, dass ihre Eigenwilligkeit, ihre Eigentümlichkeit nie daran hindert, die Schönheit des Albums zu erkennen. Wo andere Bands möglichst viele Stile inkorporieren, manövrieren sich Grizzly Bear mäandernd zwischendurch, ruhig, voller Spannung. Die unwahrscheinlichste Konsensband des Jahres.

Platz 3: The Pains Of Being Pure At Heart – S.T.
Ein Album, das auf leisen Schuhen daherkommt und, wenn man nicht rechtzeitig die Ohren spitzt, in seiner Leichtigkeit schnell auch vorbeigeht. Denn die Vielschichtigkeit des poppigen Shoegaze lässt einen die wunderbaren Momente von „The Pains Of Being Pure At Heart“ immer wieder entdecken, mal düster, mal eingängig, aber nie belanglos. Der Name ist Programm.

Platz 2: Animal Collective – Merriweather Post Pavilion
No one should call you a dreamer“, das Motto von Animal Collective auf den Punkt gebracht. Das Album, das die verworrensten Songstrukturen mit den schönsten Melodien verbinden kann, das den Hörer in einen flow, einen emotionalen Ausnahmezustand versetzen kann. Er muss sich nur darauf einlassen und das Album lässt sich auch auf ihn ein.

Platz 1: The XX – S.T.
Es war das Album, das die Lücke traf, die all die Bands der letzten Jahre gerissen hatten; zurückhaltend und reduziert wie der Folk, dennoch intensiv und mitreißend wie New Rave und New Wave. Eigenbrödlerisch wie Psychdelic, trotzdem eingängig wie Electronica. Der berechtigte Erfolg von The xx hätte genau ob ihrer Einzigartigkeit ebenso gut ausbleiben können. Unorthodox auch, dass dieses Album mitten im August herauskam. Elf Songs, elf Volltreffer. So klingt 2009.
Ehrenvolle Erwähnung gemäß weiterer Rangfolge:
Mumford & Sons – Sigh No More, The Rural Alberta Advantage – Hometowns, Port O’Brien – Threadbare, Dirty Projectors – Bitte Orca, Scott Matthew – There Is An Ocean That Divides, Japandroids – Post-Nothing, Soap & Skin – Lovetune for Vacuum, Blacklist – Midnight Of The Century, MONO – Follow The Map, Pet Shop Boys – Yes, Metric – Fantasies, Wild Beasts – Two Dancers, Devin Townsend Project – Addicted, Patrick Wolf – The Bachelor, Simple Minds – Graffiti Soul, Tegan and Sara – Sainthood, Her Name Is Calla – The Heritage, Micachu – Jewellry, Royal Bangs – Let It Beep, St. Vincent – Actor, Angelika Express – Goldener Trash, Blueneck – The Fallen Host, Antony And The Johnsons – The Crying Light, Helgi Jónsson – For The Rest Of My Childhood, Future Of The Left – Travels With Myself And Another, Evangelista – Prince Of Truth, Fuck Buttons – Tarot Sport, The Twilight Sad – Forget The Night Ahead, Maximo Park – Quicken The Heart, Astronautalis – Pomegranate, Au Revoir Simone – Still Night, Still Light, The Mighty Stef – Downtown, The Felice Brothers – Yonder Is The Clock, Health – Get Color, Passion Pit – Manners
Teilnehmer: Julia von 49Suns, Uli von Auf ein neues, das Team von Auf Touren, Tom von blogpartei, Eike von das klienicum, Therese & Horst von Hey Tube, Matthias von indiestreber, Nico von nicorola, Frank von pretty-paracetamol, das Team von Rote Raupe, Peter von Schallgrenzen, Michael von Småstad, Daniela von Reling Sichern sowie Ariane, Iain & Manuel von WhiteTapes.
Das genaue Ranking bis Platz 109 kann man sich hier anschauen. (ods-Datei). Danke an Tom von der blogpartei für die Betreuung und Koordination.

Mit Shoegaze und Post-Rock stehst du nicht alleine da, nur uns hat man vorsichtshalber nicht gefragt…
Nö!
Unsere persönlichen Topalben des Jahres haben es auch nicht in die Top 10 der Blogcharts geschafft hat, wobei du im Bereich Post-Rock, Post-Punk und Shoegaze mehr oder weniger nicht allein auf weiter Flur stehst – mit Sicherheit – nicht allein!
Das unsere gemeinsamen Freunde von “Lie In The Sound”, die eher am Pop orientiert sind (Verzeihung, diese Bemerkung, aber das hat SomeVapourTrails zu verantworten), nicht eingeladen wurden, bedaure ich sehr, denn sie sind nicht dabei.
Jedenfalls sind “The Rural Alberta Advantage” mit “Hometowns” auf die “ZWÖLF” gelandet, wenn ich das so richtig sehe – wobei ich die xls.Datei von Tom noch abwarten muß..
Nichts für ungut, Freunde. Aber da muss ich Peter mal recht geben. Ich habe auf keiner deutschen Seite soviele neue, unbekannten und hörenswerte Post-Rock Bands kennengelernt wie hier. Und beim Post-Punk, wüste nicht, wer z.B. über Blacklist sonst berichtet hat und die sind wirklich geil. Wer die ignoriert, hat von Post-Punk eh keinen blassen Schimmer. Unbedingt so weitermachen, Peter und natürlich Benedikt, dessen Vorlieben wohl Shoegaze und Post-Punk zu sein scheint. Und guten Rutsch allerseits.
Damit ist immerhin eine ungefähre Einschätzung der deutschen Musikblogs möglich. Eine Reihe an Blogs, die ich also auch aus Interessensgründen nicht mehr kennen lernen muss. Danke, Peter.
Tux, du bist aber ganz schön gemein.Und natürlich hätten die beiden Rumpelstizchen aus Berlin dazugehört.
Nein, ich bin nur sachlich. Musikblogs, die m.E. schlicht furchtbares zum Album des Jahres küren, sind für mich nicht von Interesse. So einfach ist das.
Eine Frage: Was sind das überhaut für Musiker ich habe noch nie was von denen gehört.
Woher habt ihr diese Künstler und deren Musik Alben?
Würde gerne mehr über diese Musik Szene erfahren.
Guten Abend allerseits!
Vielleichtm mal eine Erklärung zu den Alben, da es da offenbar Missverständnisse gibt. Da bei 14 Blogs und insgesamt 109 vorgeschlagenen Alben (140 wäre das Maximum…) nur 10 als top10 gelten können, ist es ja nachvollziehbar, dass nicht die ungewohntesten oder auch – blog hin oder her – unbekannteren Alben auf den vorderen Rängen landen. Aber ich denke, die ein oder andere Perle kann man auch in den folgenden Rängen finden, daher haben wir die ja mit reingenommen
Im Endeffekt hat ja kein Blogger mehr als 3 seiner Alben in den top10 “platzieren” können, eben aufgrund der Vielfalt der Einsendungen.
Lieber BaHo, von denen kannst Du auch nichts gehört haben, wenn, wie ich vermute, Du nur Kaputzen-Musik hörst.
Eigentlich wollte ich ja nichts dazu sagen, aber… unglaublich, was solch ein Jahresendgeliste unter Bloggern für Folgen haben kann. Some Vapour Trails knöselt in gekonnt manierierter Art “Verrat”! Alles sei manierierter Müll und wir sitzen hier einem Komplott des schlechten Geschmackes auf, wenn wir zu Phoenix mit dem Fuße wippen. Der fleissig kommentierende Tux kündigt kommentierend das Interesse auf… Hallo? Ist euch Weihnachten irgendwas zu Kopf gestiegen? Worum geht es denn hier? Sitzen hier vielleicht eine Schar von ambitionierten Schreiberlingen rum und lassen sich die Promotexte der Hintenrumlanger der Musikindustrie bis zum Anschlag hintenrum einführen? Oder mag es vielleicht nur um Musik gehen. Eine wunderbare Nebensache zum Leben drumrum? Es ist nicht viel mehr als eine Aneinanderreihung von Tönen und Geräuschen in einer mehr oder minder sinnvollen Anordnung. Schallereignisse, die eine neuronale Reaktion, Assoziation hervorrufen, die sich größtenteils im Unbewussten abspielt und somit kaum steuerbar ist. Was für eine Reaktion sie hervorrufen, dass lassen wir die musikalische Sozialisation und das gezielte Lernen an Auseinandersetzungen mit Musik entscheiden. Dass Schöne an dieser alles erlaubenden Kunstform ist, dass sie so direkt und unausweichlich ist, sich man ihrem Reiz kaum entziehen kann. Auch wenn er nervt. Den einen bringt Phoenix zum Kotzen, den anderen eben nicht. Jeder bewohnt sein musikalisch eingerichtetes, gelegentlich renoviertes Kämmerlein und schaut doch immer wieder, was denn die Nachbarn so interessantes treiben. Somit ist alles Gedisse um schlechten Geschmack obsolet und kindisch. Selbst wenn wir nostalgische Momente in der Musik als Antidepressivum benötigen, ist dies erlaubt. Nichts gegen Wiederholung, Zitat, Inszenierung und scheinbare Manieriertheit in der Musik. Neben Innovation, Radikalität, Brüchen und Innerlichkeit ist diese inhomogene Vielgestaltigkeit und Verwirrung des Jahres 2009 nicht auch ein Ausdruck für den Prozess der popkulturellen, individualisierbaren, medialen Wirklichkeit? Befinden wir uns nicht gerade im Umbruch nach weiss nicht wohin? Wenn fast alles möglich ist, suchen wir dann auf unserem stapfenden Weg durch den dampfenden Urwald der musikalischen Wildgewächse gelegentlich nicht nach dem Vertrauten? Ist das dann Müll? Wobei wir uns wohlfühlen, dass bestimmt immer noch unser Hirn und nicht die Presse, noch irgendein Blog. Es gibt so verdammt viel an guter Musik. Kurzum, streiten über schlechten Geschmack empfinde ich hier als wenig souverän. Shut up and play your guitar…
Schöne Postweihnachtsgrüße
PS: Ich schliesse mich Peters Pamphlet für die übergangenen Lieinthesoundler zutiefts an und freue mich schon auf die nächste Knöseligkeit.
Da hat der Benedikt wahr gesprochen. Ich werde auch zukünftig nur für mich schreiben. Wenn`s Jemanden gefällt. ist das gut. Wenn nicht, ist es auch egal. Alles andere ist wÃe Pissen gegen den Wind.
Lieber Benedikt, wenn du dir das Veröffentlichungsdatum meines Beitrags ansiehst, wirst du merken, dass er keine Reaktion auf diese Blogger-Bestenliste ist, sondern mindestens bereits am 25.12. abends online ging. Wenn es also eine Reaktion auf etwas ist, dann auf das, was Pitchfork, Rolling Stone oder popmatters so aufgeführt haben. Gekränkte Eitelkeit ist wirklich nicht der Grund meiner Liste.
Und natürlich scheint ein Widerspruch sinnvoll, wenn man den Verdacht hegt, dass durch eine künstliche Einengung die Vielfalt von Musik unter den Tisch fällt. Eben weil die trendige Fachpresse stets die immer gleichen Bands und Musiker abfeiert, argwöhne ich manches. Geschmäcker sind zu unterschiedlich, um unisono Lobhymnen auf Animal Collective anzustimmen. Wenn ich mir die Hypes so ansehen, frage ich mich vielmehr, ob der überdurchschnittliche hohe Anteil an Künstlern, die bei Domino Records ihre Werke veröffentlichen, lediglich Zufall, einzigartiges Gespür der Plattenfirma oder doch das Resultat einer sehr gezielte Kampagne ist.
Und ich finde es auch seltsam mich Kreuzfahrer gegen meiner Meinung nach schlechte Musik zu bezeichnen. Eben weil ich auf dem Blog nur über Alben berichte, die ich zumindest ein wenig mag. Ich habe keinen Verriss über Grizzly Bears rausgehauen.
Hallo Chris, das Du auf die Bestenlisten bei Pitchfork und Co angesprochen hattest, war klar. Aber Verschwörung? Ich schaue mir solche Listen im Leben nicht an. Ein bisschen mehr Autismus und alle wird gut. Und was Benedikt vielleicht meint: Wenn z.B. die neue Grizzly Bears verdammt gut ist, dann ist sie verdammt gut. Und wenn 1000 hippe Spacken schreiben, sie ist gut, dann bleibt sie gut. Und wenn 1000 Schlauberge sagen, sie ist Scheisse, dann bleibt sie gut. Und wen man sie nicht mag, dann mag man sie nicht. Da hilft auch kein Jubel. Abgesehen davon habe ich kein Problem damit, wenn die versammelten Musikpäpste dieser Welt Animal Collective hochjubeln. Gibt Schlimmeres (Naidoo, Rammstein, Nickelback), Übrigends habe ich da schon sehr praktische Abstossungsreflexe entwickelt. Gegen Hype reagiere ich mit allergischen Reaktionen und verweigere mich. Aber Verschwörung? Kann ich mir nicht vorstellen.
Die erste Regel bei solchen Listen: Nicht (zu) ernst nehmen. Natürlich ist die Auswahl der angeschriebenen Blogs, erst recht wenn das Projekt wie hier sehr schnell und spontan auf die Beine gestellt wird, beschränkt, es sei denn jemand hat eine ausführliche Liste mit allen aktiven deutschen Musikblogs. Ich bin mir sicher, wenn wer anders das Projekt auf die Beine gestellt hätte wäre die Auswahl aus dem gleichen Grund auch nicht viel umfassender, nur eben anders ausgefallen.
Und was die Auswahl angeht, mal abgesehen davon dass die meisten Top10-Platten nur zwei oder drei Stimmen hatten, ist die Realität doch viel komplexer und interessanter als “Hype” oder irgendwelche Verschwörungen. Ich hab das schon bei anderen Listen gesehen, auch (oder sogar besonders) wenn die Teilnehmenden stark unterschiedliche Interessen haben besteht die Schnittmenge halt oft in nicht ganz genrespezifischen Platten (also z.B. wenig Hip Hop, Post Rock, Metal, Techno, Punk…), eher in welchen die verschiedene Reize bieten. Animal Collective, besonders die Neue, sehe ich z.B. sowohl bei Leuten die überwiegend an elektronischer Musik interessiert sind als auch bei zu Pop oder experimentellen Klängen tendierenden. The xx finden sich auch bei vielen die sonst nix mit Gitarrenmusik am Hut haben, aber atmosphärische Musik verschiedenster Art, sei es Dubtechno oder Ambient/Modern Classic, mögen. Für sowas lohnt es sich, auch mal einen Blick auf die Einzellisten zu werfen.
Und Domino ist sicherlich ein Label mit gutem Gespür das deswegen vermutlich auch mehr Einfluss hat als viele andere, aber soo viele Platten von denen sind doch gar nicht in der Liste, oder? In den Top 10 nur AC, sonst seh ich noch Dirty Projectors und Wild Beasts (mit je einer Stimme?). Da sind z.B. XL, Warp oder Rough Trade schon stärker präsent.
Bunte Versammlung hier. Mangelnde Vielfalt bei 107 verschiedenen vorgeschlagenen Alben von 140 möglichen kann ich beim besten Willen nicht sehen. Dass nicht alle Blogs dabei waren, die es verdient hätten, hab ich bei mir bereits gepostet, war halt alles recht spontan, auch hatten nicht alle so kurz vor Weihnachten ausreichend Zeit.
Jetzt stellt euch mal vor, Phoenix wäre ich den Top10 gelandet ^^
Alla, wir wollen doch alle nur das selbe, oder? Jeder mag seine persönlich als gut empfundene Musik anderen nahebringen. Das eint uns doch
Lieber Chris!
Ich habe keine Beziehung zu der Nichteilnahme an der Blogbestenliste und deinem Artikel gezogen noch vermutet, noch bezeichne ich dich nicht als Kreuzfahrer gegenüber schlechter Musik bezeichnet, auch wenn dein sicherlich etwas provokativ verfasster Artikel durchaus sich so interpretieren läßt. Gerade dies hat mich so irritiert, ist die Wortwahl gegenüber den Zombies im Musikgeschäft (!) und deren musikalischer Protagonisten durchaus nicht ohne. Den Hype um das ein oder andere musikalische Kollektiv kann ich genausowenig nachvollziehen. Aber lassen wir den doch mal weg, so verbleiben die Musiker und deren vielgestaltige Kreativität, und die, das unterstelle ich mal, sollten wir nicht dissen. Wir können sie ja einfach ignorieren.
Deine Passion sehe ich, deine Ansprüche auch und weiss auch, dass du auf dem hochgeschätzten Lieinthesound keine Band verreisst. Deswegen meine disputante Verwunderung…
Und es geht durchaus zum Zähneputzen Phoenix, beim Nichtstun die Soulsavers, Abends die Doves, beim Laufen die White Lies und zum Schlafengehen Nadja zu hören ohne eine Zombie zu sein.
Verwunderlich: Diese Liste gleicht der MR-Jahrescharts fast wie Zwilling.
Copy&Paste?
MR ? Was bedeutet das?
Hallo, also ich finde euer Projekt toll
weiter so, werde öfters mal vorbeischauen.
Verschrieben. Ich meinte ME (Musikexpress).