
Habe ich nach dem unrühmlichen Tod Aereogrammes schon angefangen an den Regeln des gelegentlich leicht pathologischen Musikgeschäftes intensiver zu zweifeln, fühle ich wieder ein leichtes Gefühl von Genugtuung und Erleichterung in mir aufkeimen. Es kann doch nicht sein, daß ein solch begabte Band wie Aereogramme nach solch wunderbaren Alben letztendlich vollkommen unverständerlicherweise  auf der letzten Tour in die USA komplett unorganisiert vor fast leeren Hallen spielen musste und daraufhin mir nichts dir nichts das Zeitliche segnete. Nein, nicht nach solch einem wunderbaren Album mit dermassen passenden Titel, wie es My “Heart has a Wish that you would not go” war. Nö, das war unfair. Doch die Stunden des Zweifelns werden gezählt. In Echtzeit unaufgeregt zu beobachten auf der Webseite der Unwinding Hours, der Wiedergeburtband der kreativen Hälfte von Aereogramme. Sprich Craig B und Ian Cook. Schluss mit Burgerbraten, Schluss mit Filmmusik. Her mit dieser wunderbaren schottisch immantenen Eigenheit, perfekt kraftvollzarte, elegischmelancholische Musik aus der Gitarre zu zaubern, als wäre es das Einfachste und Selbstverständlichste auf der Welt. Wenigstens im Biotop Glasgow. Da wächst gute Musik auf grauen Dächern. Willkommen zurück, habe euch richtig vermisst, der Tag ist gerettet!
The Unwinding Hours – Knut

Klingt gut. Wird im Auge behalten.