The Review: Menomena – Mines
20 Jul

Nach den ersten Klängen Anfang des Monats war klar, da kommt etwas besonders Schönes, Wichtiges und Zeitloses auf mich zu. Die kargen Worte zum Song der Woche: Menomena – Five Little Rooms machten bereits klar, eine Liebesbeziehung mit dem Trio aus Oregon scheint durchaus denkbar. Und so habe ich die letzten Tage für Menomena, dem Album “Mines” und ihrem ziemlich abgedrehten Indie-Rock ausgiebig Zeit freigeschaufelt. Und was soll ich sagen? Die Begeisterung schlug von Tag zu Tag abenteuerlichere Kapriolen. Menomena, eine von den üblichen Indie-Schlaubergen bereits ausgiebig abgefeierte Band, sind an mir in der Vergangenheit ein wenig vorbeigerauscht. Zwar fand ich das eine oder andere nicht schlecht, aber letztendlich nur “so lala”. Ungewöhliche Musik und gut so.
Und ungewöhnlich ist das Quartet auch auf “Mines”. Eine Wilderei mit viel Pop im Handgepäck durch alle Genres dieser Welt. Skurill, schrullige Augenblicke erinnern an Wive oder Liars, die sperrig-schönen Momente an Bears in Heaven und die progressiven Eskapaden an Maps & Atlases. Was das hochmusikalische Trio jedoch unbedingt auszeichnet, ist die Leichtigkeit, mit der einem trotz (oder gerade wegen) ihrer absonderlichen Extravaganz wirkliche tolle Songs (Oh Pretty Boy You’re Such A Big Boy, Bote, Five Little Rooms) um die Ohren fliegen. Das Trio erschafft mit zahllosen Instrumenten und schier unzähligen Ideen, hörbare Spielfreude und meilenweit vom Schema F entfernt ein kleines, feines Meisterwerk. Somit wird als Fazit ein energischer Hör- und Kaufbefehl nicht nur für Hornbrillenträger ausgesprochen. Haltbarkeitsdatum: auf unbestimmte Zeit.
Free MP3 Download: Menomena – Five Little Rooms | Taos
Album im Steam hören
Label: City Slang | Menomena besuchen: Homepage | MySpace
Wertung: 8.5/10
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Sehr schön.
WOW! Zeitgenössisches Pink Floyd!
o pretty boy you’re such a big boy! Yea!!!