The Review: Collapse Under The Empire – The Sirens Sound
2 Jun
Ist vor nicht allzu langer Zeit von dem Hamburger Duo Collapse Under The Empire das zweite Album Find A Place To Be Safe erschienen, schütten sie mit “The Sirens Sound” eine weitere Wundertüte unbeschreiblicher Soundlandschaften über uns aus. Die Befürchtung, das bei diesen Tempo die Qualität auf der Strecke bleiben könnte ist jedoch unbegründet. Konsolidierung auf hohem Niveau. Zunächst einmal sind die 5 Songs auf den Album als instrumentaler Post-Rock zu bezeichnen. Mag der Begriff auch noch so unbeliebt sein, auf The Sirens Sounds werden die allseits beliebten Klangwelten, mal in ambienter Zartheit und dann wieder mit noisigen Gitarrenwänden den Regeln des Post-Rock entsprechend in Songs gegossen. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Aber Post-Rock hat so seine bekannten Tücken. Schätzungsweise eine Millarde Post-Rock Kapellen wollen ihre musikalischen Standpunkt an den Mann bringen. Zu ungenau in der Bestimmung, zu vielfältig ist Post-Rock in seiner Ausprägungen und zu unpräzise in Songstruktur und Komposition ist das Genre. Die Hamburger selbst favorisieren übrigends den Begriff “Soundtrack”. Aber auch das ist ein Begriff, präzise wie ein an die Wand genagelter Pudding. Egal. Sagen wir einfach, hier geht es um die musikalische Umsetzung von Stimmung, Gefühl und Zustand.
So führte der vorab als “Single” veröffentlichte Titelsong in einer knapp 10 Minuten währenden Reise nicht nur durch ruhige, keyboardgeprägten Flusslandschaften sondern auch mit fulminanten Gitarrencrescendo durch wilde Gewässer. Auch auf den weiteren Songs ist die Aufgabenteilung ähnlich. Für die beschwingt, fragil-luftige Atmosphäre sorgen Keyboard und Drums, flächige Sounds aus der Maschine sorgen für feine Melodiebögen und wohlige Befindichkeit und die nötige Spannung wird von aufgestappelte Gitarrenklänge mit furiosen Ausbrüche erledigt.
Mehrheitlich geht es auf “The Sirens Sound” tatsächlich sachte und entspannend zu. Die Bereitschaft, sich einzulassen wird dem phantasiebegabten Hörer gelohnt. Mit Eleganz und stilsicherer Vertonung von Stimmungen. Sie wollen klingen wie Sigur Rós und häufig gelingt das sogar. Auf einem Fundament sich einschmeichelnden Keyboardsounds, durchbrochen von Gitarrenklängen die sich mitunter zum Wall Of Sound verdichten und unter Anwendung der allseits beliebten Methode von Kontraktion und Relaxation kann man als Hörer schon mal abdriften ins Land von Irgendwo und Nirgendwo. Und da wären wir wieder bei Kopfkino und Soundtracks für noch nicht gedrehte Filme.
Label: Sister Jack | Collapse Under The Empire besuchen: Homepage | MySpace
Wertung: 8.5/10
![]()
Album via Amazon: The Sirens Sound (CD) | The Sirens Sound (MP3 Album)
Das könnte Dich interessieren:








Bisher leider keine Kommentare. Gib deinen Senf dazu..