The Review: Arcade Fire – The Suburbs

30 Jul

arcade sub

So einen makellosen Ruf, wie ihn die 2002 gegründeten kanadischen Band Arcade Fire am Revers kleben hat, haben die meisten Musiker-Kollegen die auf der gleichen Spielwiese zwischen melodiösen Indie-Rock und Pop ihr Blümchen pflücken, nicht vorzuweisen. Angesehene Musikpostillen und auf ihre  Ausnahmestellung beharrende Musikblogs haben der Band einen Heiligschein auf`s Haupt geklebt und lassen nichts auf die Lichtgestalten aus Montréal kommen.

Das Debüt “Funeral” (2004) und Neonbibel (2007) wurden auf den Schrein der Unantastbarkeit gehievt und der mal rockige, mal melodiöse Indie-Rock wurde ob seiner Feingeistigkeit, Intelligenz und Makellosigkeit gelobhudelt bis, ja bis der Arzt kommt. Tja, was soll man da als verwirrter Hobby-Musik-Blogger-Amateur, der es auch gerne etwas gröber mag und nicht selten Progressive, Metal und Post-Rock der härten Gangart hört, dazu sagen?  Eine arme Tastenquäler, der unumwunden auch sein  Faible für 80er-infizierten Post-Punk und Gothic-Rock zugeben muss? Nach dem ersten Hördurchgang von “The Suburbs” wird ziemlich schnell klar, um ein williges Opfer, dem man Unvermögen und Schwächen vorwerfen kann, handelt es sich diesem Album nicht.  Zu schön, zu bängstigend in ihrer Perfektion, fast schon makellos  sind die 16 Songs des Albums an mir vorbeigeglitten.

Und das bereits nach dem ersten Hördurchgang! Machen wir es kurz und schmerzlos. Bei Arcade Fire und ihrem Drittgeboren  “The Suburbs” ein Haar in der Suppe zu finden, wird zur fast unlösbare Aufgabe. Auch wenn Songs wie “Empty Room” oder “City With No Children”  gegenüber genialen Grosstaten wie dem Ohrbohrer “Rococo” oder fulminanten Pop-Juwelen  „Suburban War“ oder „Wasted Hours” sowie dem unglaubliche „Ready To Start“ ein wenig verblassen. Hier wird auf höchsten Niveau auf dem weiten Feld zwischen Indie-Rock und Folk musiziert. Wer dieses Album nicht mag, dem ist nicht zu helfen.

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Wertung: 9/10
Label: City Slang | Arcarde Fire besuchen: Homepage | MySpace
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6 Antworten zu “The Review: Arcade Fire – The Suburbs”

  1. E.T. 30. Jul, 2010 at 17:18 #

    … mir wäre erstmal geholfen, wenn ich das Album bekommen würde!

  2. MarioB.hihikikeriki 30. Jul, 2010 at 19:49 #

    Ich find das Album auch super… konnte rein garnichts dran Aussetzen.

    p.s: ist ein richtig guter Blog, yoh! (:

  3. SomeVapourTrails 31. Jul, 2010 at 11:23 #

    Nun, schlecht ist es nicht. Abgesehen von Rococo oder Sprawl II sind einige nette Lieder vorhanden, aber letztlich ist es zu sehr Kuddelmuddel, um völlig überzeugen zu können.

  4. Dude 31. Jul, 2010 at 23:54 #

    Hmm, ich mag so glattes Indiegedudel an sich auch nicht, aber werde wohl mal reinhören und dann entscheiden, ob ich’s vielleicht via Plattenladen kaufe.

  5. Michael 02. Aug, 2010 at 11:04 #

    merkwürdig… ich habe es immer noch nicht geschafft, die platte mal durchweg anzuhören und auch wirklich dabei zu bleiben. klingt irgendwie verwaschen und wenig zielgerichtet – dennoch mit einigen hübschen songs drauf.

  6. E.T. 12. Aug, 2010 at 21:34 #

    Scheiße, ich find die Scheibe einfach nur gut!
    Dabei war ich anfangs doch sehr skeptisch …

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