Da wird handwerklich auf höchstem Niveau gefrickelt, gegroovt und getempogewechselt (neues Wort!), das es eine wahre Pracht ist. Die Berliner Ter Haar sind mir schon positiv durch eine EP und kürzlich durch die Vorab-Maxi “A Fryhole” aufgefallen. Nun haben sie mit dem Debütalbum “Delta” das Reifezeugnis im Fach “nicht unkomplizierter Rockmusik” hingeknallt. Und auf diesem Werk gelingt scheinbar ohne große Kraftanstrengung der Spagat zwischen Math-Rock, progressive-spielerischen Elementen sowie Freistil und sauber getackteten Noise-Rock. Dazu kommt Spaß an komplexen Rythmen und maßvolles Gefrickel. Voila! Fertig ist ein Album mit 9 musikalischen Perlen wie “Gletscher”, “Joni Versaal” und “Mambocore”. Hut ab.
Übrigends erinnert mich die Musik von Ter Haar ein wenig an die heimische Band Kompromaty mit ihrem Freistil zwischen Soul, Jazz und Metal. Und die haben genauso wie die Berliner Potential. Das Album “Delta” erscheint Mitte Dezember. Empfehlenswert.
Anspieltipps: Yatzy | A Fryhole | Anti Rodeo Coalition
ähnliche Musik: Circa Survive | 31 Knots | The Fall Of Troy
Wertung: 7.5/10
Album kaufen: Delta
weitere Infos: Ter Haar MySpace | Sinnbus Records | Interview mit vielen Ähems und Öhhhs

