
“Ich war mir nicht im Klaren darüber, dass es coole deutschsprachige Musikblogs gibt, und daher natürlich umso erfreuter, hier bei euch eins zu finden.” Das schrieb mir Boris Rogowski. Verdammte Bauchpinselei. Denkt der Mann wirklich, er kann mir mit abgedroschenen Phrasen und billiger Lobhudelei imponieren und somit Aufmerksamkeit erregen? Jawohl, er kann. Zwar hat er die Sache sehr unelegant (…bin eher durch Zufall über Schallgrenzen gestolpert) relativiert, aber Schwamm drüber. Der Mann nennt sein musikalisches Projekt The Society Islands. Nächsten Monat soll das zweite Album “Last Hero of the Western World” erscheinen. Da er zu den eher seltenen Exemplaren von Musikern gehört, die keine MySpace Seite haben, wird’s mit dem Vorhören somit etwas schwieriger. Einen neueren Song (Free Ride) gibt es auf seiner Homepage, ein paar ältere via Last.FM zu hören. Schaut dort öfter mal vorbei.
Die Musik von The Society Islands strahlt einen eigentümlich Charme aus. Lässt sich nicht greifen, ist schwer zu beschreiben. Und der Mann hat Mut. Er wandelt auf Messers Schneide. Linkerseits weichgespülter Kitsch und rechts plätschernde Beliebigkeit. Und vorne ein schmaler Weg zwischen anspruchsvollen Pop und Kammermusik, beatleskes Indie und und gepflegten Singer-Songwriter. Ich drücke dann mal die Daumen.
The Society Islands – Fuck Bunny | mp3
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Herzlischen Gliggwünsch zuüm Geburdsdaach nach Leibschich. In vorauseilenden Gehorsam beglückwünsche ich das Indie Label Analogsoul zum demnächst zu feiernden Geburtstag. Der Clou, ihr bekommt Geschenke vom Geburtstagskind. Bis zum Geburtstag am 22.Januar wird auf analogsoul.de jeden (Werk-)Tag je ein Exemplar bisheriger Cd-Releases verschenkt. Wer auf Mainstream reagiert wie der Teufel auf ’s Weihwasser, der sollte regelmässig vorbeischauen, seine Chance wahren und das Portfolio des Labels kennen lernen. Ein Muss für Freunde von Indie, Indie-Pop, Electronica und Ambient. Zu gewinnen gibt es heute zum Beispiel das Album “Knefke” von Clannish.
Clannish – Menme | mp3
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Tonwahl, das ist eine Musikwunschsendung auf Radio Tonkuhle. Die Sendung läuft jeden Mittwoch ab 16 Uhr. Ihr könnt Leah Petschull und Peter Handke euren Wunschsong via Twitters zwitschern, aber auch altmodisch per Mail, Telefon oder mit berittener Post. Tolle Sache und hier gehts zum Stream von Radio Tonkuhle.
Kurz noch eine Info aus meinem Postfach, die ich weitergeben möchte. Es gibt das 436.465.567te Web-Radio. Ist seit einem Monat als Stream zu hören, nennt sich detektor.fm und kommt aus Leipzig. Ich darf zitieren: “Neben anspruchsvoller Musik füllen wir unser Programm mit hochwertigen journalistischen Inhalten über Politik, Wirtschaft und (Pop-) Kultur”. Eben erstmalig angeklickt und was höre ich? The Muse mit “Undisclosed Desires”. Meine Theorie, im Osten der Republik stehen die Menschen auf pompöse Rockmusik, um sich besser vom ganzen Elend ablenken zu können. Wie dem auch sei, dector.fm scheint musikalische mehr als anspruchvoll. Ein Themenschwerpunkt im ersten Sende-Monat war nach eigenen Aussagen die Zukunft der Medien. Dazu gab es unter anderem Expertengespräche mit zB. Ullrich Wickert!!!
Ich glaube ich bin zu alt für diese ganze Social-Web-Scheisse. Den Nutzen von FriendFeed zum Beispiel habe ich bis heute nicht kapiert. Nun wollte ich meinen Account löschen. Sage und schreibe eine halbe Stunde habe ich mich mit glasigen Augen durch die Seite geklickt, ohne eine Möglichkeit zu finden, Abschied zu nehmen. Da schwillt der Hals, da spürt man Hass! Erst Google ( eine Suchmaschine zum Finden von Dingen, die man nicht kennt) hat mir wieder einmal unter die Arme gegriffen und mir in nullkommanix geholfen. Man muss sich bei FriendFeed anmelden und dann die Löschseite in einem zweiten Browserfenster aufrufen. Adieu, du unnützes Ding.





Ich gratuliere, dass du es geschafft hast, dich aus diesem “sozialen” (übers Internet?!) Zeugs zu befreien.
danke für die glückwünsche!
hör mir mit löschversuchen aus irgendwelchen web-netzwerken auf – bin heut noch in drei besch… communities vertreten, weil ich anscheinend zu doof dazu bin…
liebe leute, ich wollte mal sagen, dass ich schon lang ein fan eurer seite bin. aber peter: der sender heißt “detektor.fm”, nicht dector. auch der ullrich wickert braucht keine zwei L.
und detektor.fm scheint, auch wenn er der 436.465.567te websender ist, sich echt mühe zu geben. zumindest gibts nicht immer nur musike, sondern auch mal inhalte. und die gar nicht schlecht. insofern schätze ich: mit wort und inhalt ist er der 000.000.001te webradio-sender. insofern irgendwie schlechter artikel.
“Meine Theorie, im Osten der Republik stehen die Menschen auf pompöse Rockmusik, um sich besser vom ganzen Elend ablenken zu können.”
was fürn grütz. abgesehen davon, dass ich dort jetzt schon den 5ten song am stück höre, der kein pompöser rock ist, ist so ein spruch doch mehr als niveaulos.
Lieber Tobias, du erkennst Anzeichen einer gewissen Niveaulosigkeit? Darauf arbeite ich seit Jahren hin. Hurra, endlich mein Ziel erreicht. Der falsche Name des Web-Radios geht natürlich auf meine Kappe. Sorry. Das ein Webradio einen zerknitterten Wickert mit zwei L’s über die Zukunft (der Medien) aushorcht, kann mir aber bitte nicht angelastet werden. Darüber soll ein guter und gerechter Gott sein hartes Urteil fällen. Und was vor und nach Muse gespielt wurde? Schwamm drüber. Wegen Musik höre ich eher selten Radio. Und anspruchsvolle Information? Da bevorzuge ich doch lieber bewährte Qualität von Dradio / Kultur (ich höre im allgemeinen via (Auto)Radio oder abonnierten Podcasts. Ob Detektor.fm Inhaltlich neue Massstäbe setzt, muss erst bewiesen werden. Aber sicher nicht durch mich, es sei den, weg von “nur” Webradio auch zum Pod. Es gibt zwar eine Rubrik “Nachgehört”, die dort zu hörenden Schnipsel lassen mich aber schnellstens zu meiner via iTunes abonnierten dradio Podcasts zurückkehren.
PS: ich habe mir mal die Archiv Tags der bereits gespielten Musik angesehen. Ist tatsächlich ziemlich coole Mucke, die da gespielt wird. Und wenn sie jetzt noch Moderatoren mit tieferer Stimme bekommen, ja dann….
Also den Herrn Rogowski von den Gesellschaftsinseln mag ich. Die Musik auch, so messerschneidig wandernd ist die gar nicht. Schöner Song!
Zu den seuchigen Sozialkreisen sag ich mal besser nix. Sozial geht anders.