Latest, Schallsuche & Reviews
Schreibe einen Kommentar

Statt Helau Post-Punk für Misanthropen: Holygram

„Aber wenn mich diese sonderbaren Anwandlungen überkamen, wenn mir bang ums Herz wurde und wenn ich die Würmer zu spüren meinte, die durch mein Blut wimmelten, war ich felsenfest davon überzeugt, dass die ganze Welt öd und grau war, ohne Sinn und Zweck, beschienen von einer ewigen fahlen Wintersonne“. James Lee Burke – Straße ins Nichts

Schwamm drüber, tritt in den Arsch und ab dafür. Dann hilft mir eben (wie fast immer) Musik über den Tag. Am besten fröhliche Totlachmusik mit Gitarren in Moll, verrauschten Klagegesang, alle Katzen sind grau, Regen sowieso, gerne auch Nebel, ein Schluck aus der Pulle mit dem bitteren Zeugs, düster gezupfter Bass und wummernde Rhythmen aus dem Kohlenkeller. Das ist zwar bei der Band Holygram aus Köln der alter 80er-Topf mit neuem Deckel, das Rad kann eben nicht erneut erfunden werden, aber die fünf Songs auf ihrer namenlosen Debüt-EP (ein paar gepimpte Alternativen gibt es noch als Zugabe) sind einfach nur großartig. Zwielicht am Ende des Tunnels. Ein vielversprechendes, ein bewundernswürdiges Debüt für mich alten Misanthropen und für Fans von The Cure (die älteren Kamellen), Veil Of Light, Whispering Sons und all die lustigen Klänge die ich unter dem Begriff Post-Punk aufgesammelt habe, eine dringende Empfehlung.

Holygram besuchen: Homepage | Bandcamp

make it so....Tweet about this on TwitterShare on Google+0Share on Facebook54Email this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.