Peter

Ohne Musik? Das geht gar nicht. Leidenschaft. Schon immer für immer. Ich höre, also bin ich. Und schreibe darüber. Unter anderem...

11 Kommentare zu “Schall und Rauch – Musikblogs, Mp3, die GEMA und die Zugänglichmachung”

  1. BjEurope

    Da kann man langsam nur noch mit dem Kopf schütteln. Ist damit den letztlich irgendwem gedient, wenn wir jetzt auch noch dafür abgemahnt werden, dass wir Bands promoten, die in unserer Mainstream-Medienlandschaft keinerlei Chance haben?
    Wenn sich die GEMA und die Musik”Industrie” damit mal nicht auf Dauer selbst irrelevant machen, dann weiß ich auch nicht, aber mir soll es recht sein. Also keine Audios mehr, wenn nicht geklärt ist, dass die GEMA damit nichts zu tun hat. Weißt Du, wie es mit Einbindung von YouTube steht? Grundsätzlich wollten die sich ja mit der GEMA einigen, was ja offenbar gescheitert ist. Sind wir da jetzt auch für zu Belangen?

    Wenn ich eine Wahl hätte, würde ich mir ein anderes Hobby suchen, aber ich bin nun mal gute-musik-süchtig.

  2. Falk

    Wie sieht es mit den Labelseiten aus?

    Genau der gleiche Spaß, wie bei Blogs. Ist(Sind) der(die) Autor(en) oder Komponist(en) eines Songs GEMA Mitglied(er) muss das Label theoretisch für kostenlos bereitgestellte MP3 zahlen. Einer der Gründe, warum wir (ich) generell bei unseren Bands davon abraten, auch wenn ich die grundlegende Idee der GEMA durchaus sinnvoll finde. Aber nach Jahren der Diskussion und dem scheinbaren Unwillen der GEMA, auch nur ansatzweise eine sinnvollere Lösung zu finde, bin ich es leid, dieses System zu unterstützen. Selbst für den (eher unwahrscheinlichen) Fall, daß wir dadurch eine Menge Geld verlieren.

    Allerdings steht es jedem Autor/Komponist frei, sich in Europa die VG seiner Wahl auszusuchen und speziell die in den Niederlanden und Dänemark haben da im Digitalbereich mehr Spielräume für ihre Mitglieder. Vielleicht sterben ja der GEMA die Mitglieder auch irgendwann weg… :D

  3. Falk

    Ach, btw. Rechnungen für Blogs gabs allerdings schon: http://www.slidetone.net/wordpress/2007/02/17/and-then-there-were-three/ und wie man an dem Datum sieht, ist das alles andere als wirklich neu.

  4. Marc

    Was passiert denn, wenn der Blog-Server in den USA wäre und es hieße z.B. schallgrenzen.com?

  5. Falk

    @Marc: Entscheidend ist, wer Betreiber der Webseite ist und nicht, wo sie gehostet wird und bei einem deutschsprachigen Blog dürfte auch die avisierte Leserschaft eher in Deutschland zu finden sein.

    Wie gesagt, ich find diesen Verwertungskram auf zweiter Ebene absolut unmöglich und nicht nachvollziehbar, daß Vervielfältgungshandlungen des analogen Zeitalters 1:1 aufs Netz adaptiert werden. Ein Deep-Link ist nunmal – mit gesundem Menschenverstand betrachtet – keine Kopie des Originals, sondern lediglich ein Verweis. Daraus dann eine (eigene) Zugänglichmachung zu konstruieren und zumindest eine Störerhaftung anzunehmen, kann auch nur (deutschen) Juristen einfallen.

  6. DifferentStars

    Nicht nur die GEMA kann zum Problem werden. Auch die Ländergrenzen existieren rechtlich weiter, auch wenn sie technisch nicht mehr vorhanden sind.

    Den Tonspion scheinheilig zu nennen, ist schon sehr freundlich ausgedrückt. Einerseits hat sich Udo Raaf bei Whitetapes mit Beileidsbekundungen als “mitfühlender Mensch” breit gemacht, andererseits aber das Thema dieser Abmahnung aus dem Interview mit der Anwältin ausgespart. (Du hattest berichtet, für alle die nicht wissen, um was es geht: Abmahnwahn fuer Blogger – das Messer im Rücken

    Auch Deeplinks auf legale Mp3s können für Blogger gefährlich werden, zumindest für deutsche. Dann wenn ein US-Label die Mp3 kostenlos anbietet, die Distributionsrechte für Deutschland aber bei einem anderen Label liegen. Das war im Falle von “Abmahnung gegen Whitetapes” so. Das US Label von Bloc Party ist Vice Records, das Label für Deutschland ist Cooperative Music/Universal. Eben hier wurde vom Abmahn-Anwalt argumentiert, dass es Ländergrenzen gibt. Für US-Blogger/Nutzer wäre die Mp3 legal, für deutsche aber nicht.

    Wenn der Tonspion schon ein Interview zum Thema Mp3-Blogs macht und von dem Fall Whitetapes nachweislich Kenntnis hat, ist es mehr als nur fahrlässig, eben dieses Thema unter den Tisch fallen zu lassen.

  7. LeseTipp: Schallgrenzen: Musikblogs, Mp3, die GEMA und die Zugänglichmachung | Lie In The Sound

    [...] Tonspion als Wohltäter der Mp3-Blogs, wir haben schon berichtet. Peter hat sich dem Thema “Musikblogs, Mp3, die GEMA und die Zugänglichmachung” jetzt intensiver gewidmet und ich empfehle diesen Artikel wärmstens [...]

  8. Michael

    man kann wirklich nur noch mit dem kopf schütteln… und man hat mir von direkten verlinkungen abgeraten, daher gibt es auf meiner seite eigentlich nur redaktionelle beiträge mit verlinkungen zu myspace oder den offiziellen homepages der bands und künstler.

  9. Spex - Magazin für Popkultur » Der Spextrakt

    [...] INDUSTRIE: Schall und Rauch – Musikblogs, Mp3, die GEMA und die Zugänglichmachung Die entsprechende Reaktion bleibt nicht aus: Peter Rehbein, Betreiber des anständigen Off-Popmusik-Blogs »Schallgrenzen« kommentiert das Interview aus der Sicht der Quasi-Betroffenen und versucht einen Ausblick. [...]

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:D :) :wink: :( :-) more »