The same produce as every year. Der Rückblick auf das Jahr 2008. Und somit Zeit für Listen und Zusammenstellungen. Eigenlich ist eine Liste der besten Songs des Jahres so ziemlich das kurzlebigste was gibt. Zumindest wenn man das Pech hat, wie Polarkreis18 einen fulminanten Nummer 1 Hit zu landen. Leider wird durch die gnadenlose Gehirnwäche der kommerziellen Radiostation der beste Song zu Tode gequält. Und mit ihm der Hörer. Am Tag 10x “Allein, allein” und man stellt seine Ohren auf Durchzug. Geht man aber pfleglich mit seinen Lieblingen um, ist die Langzeitwirkung phänomenal. Die meisten Songs aus meiner vor einem Jahr zusammengestellten Liste höre ich heute noch unbedingt und gerne.
Die Austellung ist gleichzeitig die Playlist vom 17.12.2008
Die besten Songs 2008
1. Munich – The Young Ones
Für mich der Gute-Laune-Song schlechthin. Die dänische Band Munich aus Århus stehen eigentlich eher für nordisch melancholischen Indie-Rock. “The Young Ones” ist durch seine sonnige, fröhlichen Art und dem grandiosen zweistimmigen Gesang von Karin Nielsen und Mikael Kærsgaard ganz anders als die anderen Songs der Band. Und auch wieder nicht. Wer bei diesem Song nicht in gute Stimmung gerät, ist nicht von dieser Welt oder hört nur Doom-Metal.
02. Nihiling – Machination
Donnerwetter. Erinnert mich an Oceansize auf ihrem zweiten Album. Toller Song einer jungen Band aus Hamburg. Post-Rock mit Eiern.
03. Elbow – An Audience With The Pope
Der oder (fast) jeder Song von ihrem aktuellen Album. Zeitlos, eleganter Indie-Pop der Extraklasse.
04. Russian Circles – Station
Klasse Mischung aus Progressive, Metal und Post-Rock. Rockt wie Sau.
05. Pen Expers – Ephedrine
Die Schweden klingen sooooo schön düster und verhuscht. Zeitreise in die Achziger mit Düster – Wave.
06. Kites – Heroes and Villains
Grandioser, breitbeiniger Indie-Rock bzw. Brit-Pop fürs Stadion. So sollten Coldplay klingen
07. Blackmail – It´s Always A Fuse To Live At Full Blast
Noch mit Aydo Abay, mit tollen Streichern. Ein Song auf dem eine Menge passiert.
08. Antenne – Long to Kiss
Ein wunderbar, ruhiger Song mit dahingehauchtem Gesang.
09. Kings Of Leon – Sex On Fire
Der Ohrwurm schlechthin.
10. Kent – Elefanter
Da haben die Schweden mit “Tillbaka Till Samtiden” ein wirklich schlimmes Elektro-Dance Album abgeliefert und gemeinerweise mit “Elefanter” einen wirklich tollen Song als Opener ausgewählt. Das nennt man Bauernfängerei.
11. Death Cab For Cutie – Bixby, Canyon Bridge
Eine von vielen großartigen Songs. Irgendwo zwischen Indie und Progressive mit ein paar sehr feinen Melodien
12. These Arms Are Snakes – Woolen Hearts
Zwischen Krach und Radau, wüstes Gebretter mit feinen Nunance. Der Song ist der Hammer, das Album die Wucht.
13. Veto – You Can’t Afford It
Dänischer Elektro-Radau mit Hüftscwung für die Indie-Disko
14. Uzi & Ari – Missoula
Wunderbar zarter Indiepop zum Liebhaben.
15. The Sugar Report – Dear Friends and Enemies
Eine tolle neue Band aus New York mit wuchtig, düster guten Post-Punk. Und dann haben sie noch meine ewigen Helden The Comsat Angels gecovert und es nicht versaut.
16. Yoav – Club Thing
Knackig, reduzierter Tanzflächenfüller für rollige Katzen und brünftige Kater.
17. Able Baker Fox – Whispering
Mal wieder guter Altenative mit einer Prise Punk und Emo aus Übersee. Der letzte und beste Song auf dem Album der Amis. Und die Songs davor sind ebenfalls durch die Bank klasse.
18. Syqem – In my pocket
Klingen wie Dredg, haben ordentlich Feuer unter`m Hintern und kommen aus Hamburg.
19. The Faint – The Geeks
Chaotisch, tanzbarer Ohrwurm.
20. Junius – Blood Is Bright
Dunkel und düsterer Postpunk. Zwischen Killing Joke`schen Krawall und dem frühen Wave von The Cure.
Ach ja. So schlimm war das Jahr ja nun wirklich nicht. Da gab`s noch Grace Jones und “Corporate Cannibal”, das schöne “River Loves The Ocean” von Polarkreis 18 oder The Black List und “Blue Shifted”. Nicht zu vergessen Venus Verse und “Loving Arms” und und und.Und natürlich die vielen “Neuen” Songs, die man das Jahr über entdeckt hat, die hier aber bereits früher regular erschienen sind.
Dikta aus Island zum Beispiel oder Aarktica und ihr “Seventy Jane”. Ein paar tolle Songs von Get Well Soon. Nicht zu vergessen Sigur Ros und ” Gobbledigook”. Auf ein Neues.






Ich kenn mal wieder nur die Hälfte, hmpf…
Junius sind aber wirklich mal exzellent.
“Nicht schlimm”; 2008 gab’s kaum richtige Kracher, aber mehr gute Alben als 2007. Ist so mein Eindruck.
Junius sind genial, aber (sorry!) von 2007?! Ansonsten klasse geschmackvolle Auswahl, ruhiger als ich vermutet hätte…
Wie ich hier bereits berichtete, gab es die Songs von Junius in den US zwar schon früher auf zwei EP`s. Das Album (mit eben diesem Song) erschien erst 2008 bei uns. Und dieses Jahr war auch mein Erstkomtakt
Auf jeden Fall: Prächtige Band!
[...] gut hat mir persönlich ein aktueller Beitrag von schallgrenzen.de gefallen. Hier wurde eine Art “Best of Liste” mit den persönlichen [...]