Postscriptum – Live | Über zwei Oktaven

3 Okt

Setlist postscriptum

Gestern wurden keine Umstände gescheut und mit meiner lieben Frau ging es via Polenhighway auf den Weg nach Osnabrück, um dort endlich die norwegische Band Postscriptum live zu erleben. Ihr Debütalbum Prophet : Deny ist mir ans Herz gewachsen und mir wurde zugeflüstert, das die vier Norweger live wie Dynamit wären. Laut meinen Informationen sollte die Band so circa 20 Uhr im Unikeller loslegen. Ich kannte die Band ja nur über MySpace und war auf die Band natürlich gespannt wie ein Flitzebogen. Lustig, das mir bei der Ankunft der Sänger Petter entgegen kam und mich gleich erkannte. Verflixt klein, die Welt. Lange Rede, kurzer Sinn, nach dem wir die Niederlage von Stuttgart gegen Barcelona auf einer Grossleinwand beäugen durften, begann die Show dann doch noch pünklich. Der Laden war Dank Myspace (weitere Promotion gab es nicht) gut gefüllt und die sympathischen Norweger legten fulminant mit “Your Eyes” los. Danach ein grandioses “East Of Egypt”, ein Song, der live kaum wiederzuerkennen war. Zupackender, rockiger und alles auf den Punkt. Appropos Sound. Ich stand ja quasi einen Meter vor der “Bühne”, der Sound war brilliant, alle Instrumente waren gut zu hören und die Lautstärke perfekt. Ohrenstüppsel wren vollkommen unnötig. Das hat man gerade in kleinen Hütten eher selten.

Postscriptum - Live in Osnabrück Postscriptum - Live in Osnabrück

Petter K.S. hat eine unglaubliche Stimme. Zwischen tief – dunkel und bittersüss – hoch. Das sind ja mindestens zwei Oktaven! Darüber hinaus ist er das sympatische Aushängeschild der Band, immer present, hat das nötige Zeug zum Frontmann und könnte der Liebling der Massen werde. Knut B. ist ein fanastischer Gitarrist. Zwischen harten Heayriffs und feinen Klangfiguren hat der Mann alles im Griff. Bassist ArnFinn S. macht das, was ein Bassist zu machen hat. Er hält alles schön zusammen und ist der Bassist. Schlagzeuger Stig V. (den meine Frau total niedlich findet) treibt die Songs mit Elan und Präzision nach vorne. Überhaupt war der Auftritt perfekt. Soundtechnisch 1A, die Songs waren Live wesentlich rockiger als auf dem Album und die Band wirkte auf der Bühne selbstsicher und waren ohne Fehl und Tadel. Musikalische Höhepunkt war für mich das grossartige “Sound Of Home”, während Songs wie “Dynamite” und “Garbage Man” die Bude endgültig zum rocken brachte. Die Band wurde zu Recht abgefeiert und beendete Ihren Gig mit zwei Zugaben.

Schade, das abgesehen von einem Smalltalk wenig Zeit blieb, aber wir hatten einen weiten Ritt durch die Pampa vor uns. Nachdem ich Petter noch einmal geknuddelt habe, er mich ermahnte, vorsichtig zu fahren, setzte ich mich auf den Beifahrersitz und meine liebe Frau fuhr uns nach Hause. Um Drei Uhr fiel ich ermattet ins Bett und träumte davon, bei Postscriptum die (Luft)Gitarre zu spielen.

PS: Leider waren die Lichtverhältnisse sehr schlecht. Und da ich nicht mit Blitz fotografieren wollte, gibt es leider nur zwei vernünftige Bilder.

Weitere Infos: Postscriptum MySpace | Bowie Erben

Das könnte Dich interessieren:

  1. PostScriptum – Prophet : Deny
  2. Postscriptum – Bowies Erben
  3. M’era Luna | Notizen am Samstag No.3
  4. They Live By Night | Truth or Dare
  5. Das schöne Cover vom 02.05.2007

Bisher leider keine Kommentare. Gib deinen Senf dazu..

Kommentar verfassen

;-) :wink: :sagnix: :oops: :mrgreen: :idea: :D :-| :-o :-) :) :( :!:

Anmelden |       83 queries. 0,422 seconds.