Portishead – Nach elf Jahren

1998 erschien mit “Dummy” das Debüt. 1997 mit “Portishead” das zweite Album der gleichnamigen Band. Und 1998 “Roseland NYC live”. Dann nichts mehr. Portishead, das sind Beth Gibbons, Adrian Utley and Geoff Barrow. Portishead, das war natürlich auch immer die Stimme von Beth Gibbons. Nicht nur, aber auch. Die Musik von Portishead? War (und ist) natürlich beim Indie-Nerd mit Herz und Niveau eine Band ohne Fehl und Tadel. Quasi die Referenz für feinsten Pop, der abgesehen vom Trip Hop auf mit Jazz, balladeskeken Soul und Indie verfeinert wurde. Von Frau Gibbons gab es 2002 ein Lebenszeichen. Beth Gibbons and Rustin’ Man veröffentlichten das prachtvolle Album “Out of Season”. Der “Rustin’ Man”, das war im übrigen Paul Webb von der verblichenen, aber in ihrer Spätphase nicht weniger prachtvollen britischen Band Talk Talk.

Portishead und das Video zum Song “Only You” von 1997.

Das grosse Bibbern, die Vorfreude auf das endlich neue, dritte Werk von Portishead mit dem schlichten Titel “Third” ist enorm. Die Vorfreude und Erwartung in der Bloggerszene tendieren in Richtung Euphorie. Das kann in die Hose gehen, muss aber nicht. Den die geliebten Klänge von anno dazumal sind nicht mehr zu hören. Zur Erinnerung: Portishead, das war und ist die Band, die sozusagen (zusammen mit Massive Attack) den Trip Hop erfunden hat. Trip-Hop wiederum ist ein Gezirpe, Geklapper, Geschabe und Tackern mit viel Echo und Hall. In den vergangenen 11 Jahren war kein Pieps aus Bristol zu hören. Kein Trip Hop und kein gar nichts. Aber die Band hat eigentlich nie aufgehört zu existieren. “There was never no Portishead. It was just we’d had enough, and we didn’t have any ideas”.

Portishead

Portishead – Third
Silence
Hunter
Nylon Smile
The Rip
Plastic
We carry on
Deep Water
Machine Gun
Small
Magic Doors
Threads

Das Video zum Song “Maschine Gun” zeigt die neuen Portishead.

Mit harten Elektrobeats versucht die Band einen Ausbruch. Was man bisher im Netz hören konnte, verspricht trotz Aufbruch zu neuen Ufern allein durch den Gesang Widererkennung. Ein Ausweg aus der Trip- Hop-Sackgasse scheint gefunden zu sein. Schaun wir mal. Man scheint da sogar ein wenig Prog und Psychedelic zu hören. Es wird georgelt und die komischen Samples, an denen wir uns so erfreut hatten, die gibts nicht mehr zu hören. Man ist gespannt.

Am 19.März gab es im ehemaligen DDR-Funkhaus in Oberschöneweide zu Berlin eine Uraufführung ihres Albums “Third”. Über den Auftritt wurde berichtet. Er wurde mitgeschnitten und soll Ende April von Radio Eins ausgestrahlt werden.

Weitere Infos: Portishead | MySpace | Wikipedia

Portishead – Nach elf Jahren Gelesen: 1164 · heute: 2 · zuletzt: 14. March 2010


Peter

Ohne Musik? Das geht gar nicht. Leidenschaft. Schon immer für immer. Ich höre, also bin ich. Und schreibe darüber. Unter anderem...

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