Pissed Jeans – Surrogat, eingenässt

9 Nov

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Ich frage mich gerade, wieviel wohl dem kultivierten, nach dem Schönen und Gutem trachtenden Leser dieses Qualitätsblogs an musikalischer Ursuppe zu zumuten sei. Da Peter just in seiner ewigen und sich wohl auch ewig sich hinziehenden Bestenliste eine Scheibe McClusky hinzugelegt hat, vermute ich, dass da auch ein wenig Platz für besagten Bösknödelbrühe durchaus auch im Herzen des eine oder anderen Leser ist. Tasten wir uns mal an die Schallschmerzgrenze heran.

Was ist der Gegenpol zur Designerjeans wie beispielsweise die Replay Jeans? Pissed Jeans! Wie? Was da unter einem so unscheinbar harmlos an Low erinnerndes Cover daherkommt, ist ein komplett komplementäre lautes Surrogat für die dionysische, anarchisch und destruktive Seite in der Rockmusik (Hört, hört). Kurz, Saufen, Party, Pogen, Kotzen, Pissen, Musik, Nichterwachsenwerden, Gehörschaden und noch mehr Party in Wohnzimmern hoffentlich länger verreister Eltern. Nennen wir das mal Postblackflagsyndrom, Cafe del Bier oder Terminal Vomiting.

Wem das zuwenig im Leben ist, hat sicherlich unwidersprochen Recht. Wessen Wohnzimmer das auf der illustren Fotogallerie der Band ist, der tut mir extrem leid. Wer trotzdem beim Hören der eingenässten Jeans ein leichtes Zucken dem ein oder anderem Bein nicht unterdrücken kann, dem gebe ich allerdings auch Recht. Zuckt ruhig. Macht durchaus Spass. Solange das nicht mein Zimmer ist, in dem die Jungs gerade einfallen.

Sollte jemand gerade umbauen müssen, sich mundfaul uncharmant von einer Freundin trennen wollen oder sich in einer 2 Tage vor dem 40ten Krise befinden, hier ist der entsprechende Soundtrack vom aktuellen “King of Jeans” dafür:

Pissed Jeans – False Jesii Part 2 | mp3
[audio:http://subpop-public.s3.amazonaws.com/assets/audio/5590.mp3]

Anmerkung des Autors: Ich baue nicht um, bin glücklich vergeben, weder verreist und mein Alter verrate ich erst recht nicht.

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4 Antworten zu “Pissed Jeans – Surrogat, eingenässt”

  1. SomeVapourTrails 10. Nov, 2009 at 13:55 #

    Benedikt, sag einfach, du wärst die Person auf dem Bild, dann werden garantiert keine Fragen nach deinem Beziehungsstatus gestellt. Zur Musik: Nicht alles, was als desperates Gejodel durch die Boxen schallt, ist dazu angetan, sich die wilden Zeiten der Jugend zurückzusehnen.

  2. Benedikt 10. Nov, 2009 at 16:44 #

    … wobei die Jugend bei weitem nicht nur aus diesen profunden Tätigkeiten bestehen sollte.
    Habe lange überlegt, ob ich langsam die Grenzen des guten Geschmackes nach unten erforschen sollte. Scheint zu klappen. Die Grenze des durchaus apollonischen Lieinthesound habe ich entdeckt! Keine Sorge, taste mich demnächst wieder dezent nach oben. :D

  3. DifferentStars 10. Nov, 2009 at 20:10 #

    Oh weh… jetzt klar, eingenässt. Igitt, igitt und nochmals igitt. Mit der Musik kann man auch unliebsame Nachbarn zum Ausziehen bringen.

  4. Benedikt 10. Nov, 2009 at 20:23 #

    Habt ihr welche?

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;-) :wink: :sagnix: :oops: :mrgreen: :idea: :D :-| :-o :-) :) :( :!:

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