Als ich das erste Mal etwas von Pattern Is Movement gehörte hatte, war mein erster Gedanke: Was ist den das für ein abgedrehter Kastratengesang? Im ersten Moment war der Nervfaktor ziemlich hoch und ich wollte das Duo aus Philadelphia schon aus reiner Selbsterhaltung zu den Akten legen. Aber nach dem nächsten und übernächsten Song sowie einem weitern mutigen Durchlauf machte sich Faszination breit.
Beide benennen sich als the Beauty and the Beast. Wobei Andrew Thiboldeaux the Beauty ist. Der Mann sieht definitiv nicht so aus, wie er klingt. Er hat eine Stimme, die man nicht für möglich hält. Sein Bruder im Geiste Chris Ward ist für die Rythmussektion verantwortlich und nennt sich folgerichtig “The Beast”.
Jedensfalls wirkt die Musik auf “All Together” auch nach mehrmaligem Hören dermassen verstörend, wie ich es selten erlebt habe. Eigentlich sollte ich die Musik nur nervig finden, aber irgendwann macht diese verschwurbelte Mischung aus verückten Rythmen, Falsett-Gesang und frickeligen Indie zwischen auswertiger Folklore und operettenhaften Tamtam richtig Spaß.
Pattern is Movement – Right Away | mp3
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Pattern Is Movement – Blanched and Threshed | mp3
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Kurz ein paar Fakten. Pattern Is Movement wurde bereits 2001 in Philadelphia gegründet. Vier Veröffentlichungen gibt es von ihnen, wobei das bei Hometapes erschienende Werk “All Together” 2008 erschien. Musikalisch wie gesagt eine sehr gewöhnungsbedürftige Nummer zwischen Math-Rock, Minimalismus und klassischen Elementen. Könnte man vielleicht Opera-Core oder meinetwegen Art-Rock nennen.
Vollkommen abgedreht wird es, wenn Pattern Is Movement bekannte, aber nichtsnutzige Stars wie Justin Timberlake oder Beyonce covern und deren Songs durch den Reisswolf drehen.
Pattern Is Movement – My Love (Justin Timberlake Cover)
YouTube Direkt
Pattern Is Movement – Crazy in Love (Beyonce Cover)
YouTube Direkt


So gewöhnungsbedürftig find ich’s jetzt gar nicht. Hab mir aber auch nur “Right Away” und “Blanched and Threshed” angehört. Mir gefallen die Melodien und die Percussionsounds.