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Overdrive Amp Explosion – Blanks

Noch vor überstandener Krankheit und verheimlichter Frühlingsdepression flatterte mir aus der Schweiz das Album „Blanks“ von Overdrive Amp Explosion ins Haus. Dazu ein nettes Anschreiben von Stephan Brülhart, Gitarrist und Sänger der Band, der mir viel Spaß mit der Musik wünscht. Hatte ich, lieber Stephan. Nun lief das zweite Album der Fribourger schon einige Mal in Rotation und ich kann mein Statement abgeben.

Und was hören wir? Wunderbaren Noise-Rock (mal instrumental, meistens gesanglich unterfüttert) der zwar nichts wirklich Neues bietet, aber mit Altbewährten sehr souverän umgeht. Melancholischer Gesang, treibernde Gitarrenriffs, eine eher unfröhliche Stimmung, genau wie wir es mögen, und einige wirklich schöne Songs. Zwar wird ein wenig Zeit benötigt, dann aber wird häufiger die Repeat-Taste betätigt. Der beste Song ist für mich übrigends „Riot“. Das letzte Stück auf dem Album.

Kaufempfehlung für das Album. Bin natürlich immer bestrebt, eine Kaufquelle für Euch aufzutun. Bei der Suche nach einen Einkaufstipp dachte ich, mir wächst ein drittes Ei. Das Album gibt es nur über den Umweg Schweiz. Und zwar hier. Für umgerecht sagenhafte 23 Euronen (26 Mark) plus Porto kann man das gute Stück ordern. Bei aller Freundschaft und in Anbetracht der guten Musik, das liebe Leute ist eindeutig zu happpig. Wenn ich mir überlege, das ich aus Übersee den geilsten Shit für 12 Euro via Paypal ordern kann, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, das das gute Stück auch nur einmal verkauft wird. Vielleicht von einem Schweizer Banker mit Faible für anspruchsvollen Indie-Rock. Schade eigentlich.

Wertung: 7.5/10
weitere Infos: MySpace | Homepage

Update: Bis der Vertrieb in Deutschland geklärt ist, kann man das empfehlendwerte Album „Blanks“ über die Band direkt bestellen.

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3 Kommentare

  1. Peter sagt

    Ich finde es, gerade auch im Hinblick auf die aktuelle Diskussion bezgl. des Wertes von Musik etwas schade, das eine im grunde tutto kompletto unbekannte Band, sich nicht bei dem Vertrieb ihrer Musik ein wenig „Indie“ gibt und alternative und kreative Vertriebsmöglichkeiten ausprobiert.

  2. Das muss an der Schweiz liegen. Die ist selbst Indie genug.

    Wenn du noch eine alternative Quelle auftust (du hast da irgendwie immer mehr Zugang als ich), lass es mich wissen. 🙂

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