Was ist Nordische Musik? Doch eher eine geografische Ortung den ein eigenständiger Musikstil? Eine subjektive Betrachtung, Bauchgefühl und Betrachtung. Ein überarbeiter Artikel und eine Auflistung von Musik aus den nordischen Ländern.
Unter dem Begriff “Nordische Musik” ist zunächst kein eigenständiger Musikstil zu verstehen, da aus den nordischen Ländern (hierzu zählen im allgemeinen Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark und Island) natürlich unterschiedlichste Musikstile von Indie-Pop über Alternativ-Rock bis Noise-Pop und Retro-Wave (den reinen Progressive-Rock lassen wir mal Außen vor, er folgt anderen Gesetzmässigkeiten) kommen. Aber, und das ist mein Eindruck, es gibt eine ganz besondere, eine melancholische Grundstimmung in der nordischen Musik. Es ist die häufig in der nordischen Musik vorkommende melancholische, mit Molltönen versehen ganz spezielle Grundstimmung, die mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt ist. Ob ich die Altmeister des noisigen Moll Sigur Ròs, die schwedischen Depressiv-Rockern Katatonia oder den Indie-Pop der dänischen Band Kashmir lausche, immer ist eine mehr oder weniger ausgeprägte melancholische, düstere oder depressive Tonlage zu vernehmen.
Jetzt die interessante Frage: Warum ist das so?
Die gründe können so vielfältig wie das Leben sein. Wahrscheinlich sind, wie bei vielen Antworten, mehrere Faktoren dafür verantwortlich. Wissentschaftlichen Untersuchungen zu Folge, gelten die Skandinavier als glücklich, zufrieden und wohlhabend. Letzteres will ich nich anzweifeln. Aber glücklich und zufrieden? Wer schon mal einen skandinavischen Krimi gelesen hat, ob aus Schweden, Norwegen oder Island, der weiss was ich meine. Permanent gruseliges Wetter, Dunkelheit, Tristess und die grosse Depression, wohin man schaut. Ähnliches kann man in der Musik hören. Abgesehem von den Bands, die sich dem angelsächsischen Diktat unterworfen haben ( Mando Diao etc.) sind Molltöne, wenn schon nicht vorherrschend, so doch unterschwelig immer vorhanden. Für mich einer der Gründe, warum ich die Musik von dort oben mag.
Eine nicht ganz ernsthafte musik-wissentschaftliche Betrachtung
Erstens ist das Wetter in den nordischen Ländern mit wenig Sonne, langen Nächten und kühlen Tagen zur Verantwortung zu ziehen. Das schlägt einfach aufs Gemüt.
Zweitens ist der lässige Umgang mit Alkohol (bedingt durch das schlechte Wetter) womöglich für eine gewisse depressive Grundhaltung verantwortlich. Man kennt das, man trinkt sich etwas schön. Am nächsten Morgen ist alles wieder grau in grau.
Die Zusammenstellung hat nicht den Anspruch, vollständig zu sein. Hörenswerte und relevante nordische Musik und ihre Seiten (möglichst mit eigenen Beiträgen verlinkt), sonst bei MySpace. Gegebenenfalls via interner Suchfunktion nach den gewünschten Künstlern suchen, da es über jeden hier aufgeführten Musiker einen oder mehre Beitrage gibt.
D ä n e m a r k:
Amstrong ( Pop, Downbeat)
Anemia (Indie-Pop)
Bahnhof (Indierock)
Carpark North (Pop-Rock)
Cinnober (Indie, Trip-Hop)
Death By Kite (Indierock)
Datarock
Diefenbach (Elektro-Pop)
Doi ( Experimental / Noise)
Dùnè ( Retro-Wave)
Encounters (Electro, Wave)
Epo-555 (Indie)
Fervency (Gothic-Pop)
Figurines (Indie)
Grand Avenue (Brit Pop)
Gravy (Pop)
Green Concorde ( Electro)
Inspector Seven One (Indierock)
Joyce Hotel (Rock)
Kashmir (Rock)
Kind Of Girl (Indie-Pop)
Kitty Wu (Rock)
Lampshade (Indie)
Last Night Venture (Indie-Pop)
Leisure Alaska (Indie-Pop)
Moi Caprice (Dream-Pop)
Mono (Indie-Rock)
Mushi (Indie)
Northern Portrait (Wave)
Phonovectra (Indie-Pop)
Nephew (Pop)
Mew (Prog)
Munich ( Indie-Rock)
Oresund Space Collective (Psychedelic)
Printer (indie)
Ruined by Martin (Indie-Rock)
Saybia (Pop)
Spleen United (Power-Pop)
Terminal (Prog)
The Blue Van
The Broken Beats
The Drama (Art-Rock)
The Rock ‘n’ Roll Fighters (Rock)
Tiger Baby (Pop)
tWAMi (Electro)
Under Byen (Indie)
Velour (Indie-Pop)
Volvoe (Electro/Pop)
Windermere (Indie)
Who made Who (Disco, Indie)
N o r w e g e n:
120 Days (Electro)
Asleep (Dark Indie-Pop)
Delaware (Pop)
Kaizer’s Orchestra (Pop)
Madrugada (Indie-Rock)
Miriam (Ambient)
Motorpsycho (Rock, Psychedelic)
Postcriptum ( Dark-Pop)
Schtimm (Indie-Pop)
Washington (Indie, Folk)
S c h w e d e n:
Alaska (Indie-Pop)
Du Pacque (Indie-Pop)
EF (Mellow-Pop)
Eskobar (Alt-Rock)
Holmes ( Indie, Country)
Khoma (Prog)
Katatonia (Dark-Metal)
Kent (Pop)
Little Big Adventure (Indie)
The Legends
Logh (Indie-Rock)
Opeth (ProgMetal)
Pain Of Salvation (Prog)
Paatos (ProgRock)
Printer (Pop, House)
Radio Dept. (Indie)
Sambassadeur (Pop)
Shout Out Louds (Indie-Pop)
Swedish For Beginners (Indie)
Anna Ternheim (Pop)
The Horror The Horror (Indie-Rock)
Tiger Lou (Indie-Rock)
The Idle Hands (Indie-Pop)
The Loyal (Rock)
The Mary Onettes (Wave)
The Milestone Corporation (Indie-Rock)
The Unisex (Inde-Rock)
The Search (Indie-Pop)
The Soundtrack Of Our Lives (Pop-Rock)
Washington (Dream-Pop)
F i n n l a n d:
Entwine (Dark-Rock, Metal)
I was A Teenage Satan Worshipper (Indie)
Magenta Skycode (Wavepop)
Rubik (Indierock)
Subaudition (Folk)
Tenhi (Indie-Folk)
This Empty Flow (Wavepop)
I s l a n d:
Björk (Pop)
Sigur Ròs (Noise-Pop)
Mugison (Experimental)
Mùm (Indie-Pop)
Habe ich Jemanden vergessen? Dann bitte melden!
Bildquelle: commons.wikimedia.org
Weitere Links: Nordische Musik | Polar Zoo | Polarblog | Music From Denmark






Hallo,
wieso erscheint denn eigentlich unter den schwedischen Bands nicht Eskobar? Das ist ja nun wirklich eine sehr gute Band und dürfte in dieser Aufstellung nicht fehlen.
http://www.myspace.com/eskobarmusic
Danke für den Hinweis
und bei den Finnen fehlt Lordi!
Spass beiseite, hab auch noch ein paar:
Paatos (ProgRock, Schweden)
Spleen United (Power-Pop, Dänemark)
Moi Caprice (Dream-Pop, Dänemark)
Carpark North (Pop-Rock, Dänemark)
Diefenbach (Elektro-Pop, Dänemark)
EF (Mellow-Pop, Schweden)
Kaizer’s Orchestra (Folk-Pop-Rock-Fun…, Norwegen)
Opeth (ProgMetal, Schweden)
Salem (Musical-Pop, Dänemark)
Sambassadeur (Pop, Schweden)
The Raveonettes (60ies-Pop, Dänemark)
The Soundtrack Of Our Lives (Pop-Rock, Schweden)
Washington (Dream-Pop, Schweden)
Vielleicht baust Du ja den einen oder anderen Künstler noch in Deine Liste ein. Falls Du Links oder Hörbeispiele brauchst, einfach melden! ;)
Oh, ja Lordi! Abgesehen von natürlich Paatos, The Soundtrack…,Washington und Kaizer`s kenn ich nix, setzte aber auf Deinen Sachverstand. Vielen Dank. Hoffentlich habe ich mir mit meiner “Theorie” nicht einen ganzen Landsstrich zum Feind gemacht
Finnland:
I was A Teenage Satan Worshipper (super Band, top Bandname)
Magenta Skycode (Wavepop)
This Empty Flow (Wavepop)
Schweden:
The Legends (als Betreiber des Labrador-Labels gehören die auf jeden Fall hierhin!)
Dänemark:
The Lillystones
Nephew
Bestimmt fielen mir noch mehr ein, wenn ich noch mal intensiv nachdenke…
Hey Danke, ausser Nephew (da gab`s mal ein Promo) kenn ich wieder mal nix. Nehm ich in die Liste auf.
Mir ist noch was Gutes zu Island eingefallen
– und zwar die Bands UnUn und Apparat Organ Quartett (sehr schräg!)…
Wolfkin wolfkin wolfkin.. God damnit.. Wolfkin!!
Wolfkin from Denmark. Not bad, not bad
was issen eigentlich mit “motorpsycho”?
huch?!? beitrag vom 06.10.2006 – beinahe wäre ich drauf reingefallen…
jedenfalls fehlt volvoe (dk) noch auf der liste. ganz unbedingt nachzuholen, wie ich finde!
@Ingmar
tatsächlich schlummert der Artikel schon so lange in den Tiefen des Blogs….und Volvoe? Hau mir gerade selbst eine rein
@rauschen
Motorpsycho dürfen natürlich nicht fehlen
Aus Island:
Jóhann Jóhannsson http://www.ausersmanual.com/
Hilmar Örn Hilmarsson
Unexploded (rock, electro, alternative, progressive) aus Dänemark
Und was ist mit der Supergroup aus Norwegen? BIG BANG darf man einfach nicht vergessen. Haben dort absoluten Kult Status, is ja auch ne Hammer Band besonders live.
http://www.myspace.com/smallbang
Lustig, dass ich über einen amerikanischen Blog hier her fand. War natürlich gleich ganz neugierig und musste den Beitrag hier lesen. Ich weiß ja nicht, ob du schon mal im Norden warst, kann ich mir aber vorstellen, wegen dem Beitrag. Nur ich weiß, dass man da oben glücklich und zufrieden sein kann. Die Landschaft und der Lebensstil ist ja schon anders als bei uns. Natürlich gibt es eine allgemeine Unzufriedenheit, jedoch ist die nicht so ausgeprägt wie hier bei uns, wo es schon eine chronische Krankheit ist…zumindest bei vielen Deutschen. Und da, vorallem in Island, der wirtschaftliche Aufschwung sehr schnell ging, und das Land in kürzester Zeit zu einem der reichsten Länder wurde, müssen die Menschen erst lernen, damit umzugehen. Mit dem Wohlstand etc. Da werden natürlich viele Fehler gemacht…aber irgendwie drifte ich ab.
Ich hätte da noch ein paar gute Bands aus Island zu deiner schönen Sammlung zuzufügen…
Ólafur Arnalds
Amína
Pétur Ben
Mammút
Seabear
My Summer as a salvation soldier
Gavin Portland
Und von den Färöer Inseln
Teitur
Hogni Lisberg
Eivor Pálsdóttir
Gibt natürlich noch viele mehr, die erwähnenswert sind, aber ich möchte hier ja nicht alles überfluten.
Liebe Grüße
Nele
Hallo Nele, vielen Dank für die wunderbaren Bands. Werde mich ihrer annehmen. Was für ein Blog war das den?
amiina heissen die 4 islaendischen streichermaedels, AMPOP ist auch ne ganz nette band, die iirc teilweise aus island kommt, blue foundation ist noch ne daenische band, efterklang ebenso, pg.lost sind auch noch ziemlich nette schweden, und múm ist bei leibe kein indy-pop, bitte
Danke für die schöne Kategorisierung und den Versuch einer Definition von “Nordischer Musik”! @Peter: Hast Du Musikwissenschaft studiert?
Unbedingt hörenswert sind Blackroom aus Norwegen!
Anspieltipp: “Falling down”
http://www.myspace.com/blackroomtheband
und natürlich Ralph Myerz & The Jack Herren Band, die sind mit ihrem Live-Setup unschlagbar.
http://www.myspace.com/ralphmyerz
Vielen Dank. Studiert habe ich Musik schon und tue es immer noch. Eigenstudium.