Und wieder einmal muss eine umfangreiche Liste von Freundesanfragen via Zweitwohnung abarbeitet werden. Arbeit die unbedingt Spaß macht, den die Neugierde auf das, was viele der unbekannten Bands zu bieten haben, überwiegt.
Attention! Please, Ladies and Gentlemen, No Raggae, No Funk, No Soul. No Hip-Hop. I Hate it. And Hello, No, really no nasty Techno. I prefer music with many many guitars. Really! Und wenn ich dann noch höre, das man Alternative-Funky Rocker wäre (was Scheußliches ist das nun wieder?) und würde alle “Bretter” rocken und dann auch noch schweinemässig tätowiert ist, tja dann, liebe Leute, dann muß ich mich leider übergeben.
Unbedingt interessante Klänge hallen mir aus der Schweiz entgehen. Overdrive Amp Explosion aus Fribourg , das ist ist dunkel eingefärbter Indie-Rock mit eine Menge Raum für Experimente.
Lange nichts mehr von Holland gehört. Gibt`s das Land der Tütenraucher, Wohnwagenfahrer und Tante Käthe Bespucker (das vergesse ich nie) überhaupt noch oder ist`s schon abgesoffen? Gibt es noch. Und We vs. Death aus Utrecht stehen für überzeugenden Alternative und Post-Punk. Sehr gut.
Aus der Bundeshaupt kommen Elyjah. Mit progressiven Klängen. Instrumental? Nein. Hurra, mit Gesang was bei dieser geilen Stimme dankbar angenommen wird. Das Trio versteht sein Handwerk perfeckt und die Songs sind ….makellos schön. Warum diese herrlich, smoothy expermentellen Klangwelten aus Berlin bisher an mir vorbeigeglitten sind, ist unentschuldbar. Danke, Herrrschaften für die Anfrage. Gerne doch und hereinspaziert.
Aus Schweden zu mir ins Wohnzimmer geschwappt sind Danish Daycare. Viel Elektronik und Refrains, die in gefährliches Fahrwasser geraten. Vorsicht” Mainstream. Aber zum Rausschmiss reicht es dann doch nicht, dafür sind die 80er-infizierten Drum- und Synthieklänge dann doch zu sonnig. Mal klingen Cure in ihre “fröhlichen” Phase durch, Shoegazing a`la Ride und Slowdive, dann wieder sind ihre Landsleute Shout Out Loud nicht fern.
Frankreich, Frankreich. Musiker aus Republik mit ihrem hochradig verrückten Präsidenten klopft in Form von The Agency bei mir an. Indie-Pop mit interessanten Gesang, klingenden Keyboards und ein paar wirklich tollen Songs, die elegant und ein wenig schräg daherkommen. Voila!
Sons Had Father (formerly Falling Skyward), wobei ich Letztere nicht kannte oder kenne, sind aus Parkersburg, West Virginia. Und nicht nur das. Sie sind graßartig. Der eine Song auf ihrer MySpace-Seite klingt schon als Rohfassung dermassen überzeugend, das ich hin und weg bin. Vormerken. Ist progessiver Post-Rock der Extraklasse. Erinnert an Oceansize.
Frankreich zum Zweiten. Diesmal wirklich, wirklich gut. Shoegaze und Post-Punk. Ganz exellent miteinander verwoben. Tiefgestimmte Gitarren, pluckernder, abgrundtiefer Bass a`la “Faith” und “Seventeen Seconds”. Reduziert auf das Wesentliche. Das Trio heisst March. und steht bei mir ganz oben auf der Watchliste. Eine große Bereicherung und Danke an die französischen Freunde.

Thanks for writing this.