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Neulich im Promofach: Snorri Helgason, Fibre und Meursault

Snorri Helgason – Winter Sun
Der isländische Singer-Songwriter Snorri Helgason ist seit 2009 als musizierender Weltenbummler unterwegs. Er hat die entferntesten Ecken der Welt abgeklappert. Von Neufundland bis Italien, New York bis Berlin. Das nicht alleine, der Mann hat eine Band aus guten Freunden um sich gescharrt. Sein drittes Album „Winter Sun“ erscheint zum Ende des Monats. Und, so will mir scheinen, genau die richtige Musik zur richtigen Jahreszeit. Angenehm, im positiven Sinn. Unaufdringlicher Folk und Indie auf den Spuren von Múm, Seabear und Sin Fang. Ein knisterndes Feuer, hingelümmelt und am Dattel-Feigen-Tee genippt. Tipp am Rande: das 2010er Album „Ólán“ gibt es via Bandcamp als kostenlosen Download.

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Fibre – Science Is The Next Big Thing
Anderes Thema und nicht so weit weg. Fibre stammen aus Hannover, also von da wo ich mich rumtreibe. Schon vor ein paar Tagen erschien ihr Album „Science Is The Next Big Thing“. Ich hab`s verdrängt, die CD ist im Stapel immer weiter nach hintern gerutscht. Ich bin alleine, keine Sekretärin die mir in den Arsch tritt, der Tag hat nur die berühmten 24 Stunden. Schade eigentlich. Den die Hannoveraner hauen nicht nur ansprechend auf’s Mett sondern mischen das altbackene Genre Alternative-Rock intelligent auf. Sie gehen die Sache vielschichtig an, die Facetten reichen von  Biffy Clyro bis Incubus, von Thrice bis Muse und den Foo Fighters. Mitunter theatralisch, meistens zupackend und auf die Zwölf ist die Musik von Fibre ein Tipp für Freunde anspruchsvoller Unterhaltungsmusik.

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Meursault – Something for the Weakened
Auch in diesem Fall habe ich geschludert,  das dritte Album „Something for the Weakened“ der schottischen Band Meursault wurde bereits Anfang des Monats veröffentlicht. Sie sollen ja in gutunterrichten Kreisen sehr angesagt sein, aber das, ihr vermutet richtig, bekomme ich grundsätzlich nicht mit. Und denoch gefallen mir die Schotten. Okay, die Stimme ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber die folkloristische Indie-Rock, mit Cello und leider auch Banjo ( ich hasse Banjo!!) aufgemöbelt steht mit beiden Beinern auf gut gedüngten Mutterboden. Und das Album hat mit dem 7-minütigen „Dearly Distracted“ ein wirkliches Juwel zu bieten. Wunderschön.

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1 Kommentare

  1. Wie kann man ein Banjo nicht mögen? Mir fiele eigentlich kein Instrument, das ich gar nicht mag. Man kann mit jedem Instrument viel Übles anstellen, aber da sind die Musiker daran schuld. Meursault sind keine schlechte Band, aber viele Lieder haben eine abweisende Note, die mir nicht so behagt. Ich finde ja Lament For A Teenage Millionaire einen guten Track des neuen Albums.

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