
Bevor ich jetzt erstmal für ein paar Tage abtauche, noch ein wenig Fleißarbeit. Im Laufe der letzten Tage haben wieder eine Menge Bands an der Tür meiner Zweitwohnung gerüttelt. Und mir wird dermassen die Bude eingerannt, das ich mir doch tatsächlich mit dem hören und schreiben kaum mehr hinterher komme. Facebook und dem ganzen heißen Scheiss zum Trotz, bleibt für mich MySpace als Informations- und Kommunikationsplattform immer noch die erste Wahl. Also auf geht’s…
Hereingelassen wird als erstes The Gin Riots aus London. Irgendwo zwischen New Wave, Punk und Polka wird gerumpelt und gerockt.
Aus Östereich hört man in letzter Zeit ja nur wahrhaft gruseliges. Was da in dunklen Kerkern passiert, ist echt zum fürchten. Positives ausSalzburg. Die von der Band Winding Path bei MySpace reingestellten Demos, klingen zwar noch ein wenig holprig, aber das wird schon. Alternative und Metal, der ausbaufähig ist.
Ziemlich cool ist der düstere Elektro-Wave von Janosch Moldau. Ansässig in Ulm. Irgendwo zwischen Depeche Mode, Mesh und sonstwas. Mir gefällt die melancholischen Gitarren- und Keyboardsounds und der wirklch angenehme Gesang. Den Mann kannte ich bisher nicht, bin aber beindruckt. Zwei Alben gibt es immerhin , allerdings nur als Download bei ‘ner Firma, wo ich keinen Account habe.
Upps. Schon wieder Ulm. Rigna Folk kommen ebenfalls aus dieser süddeutschen Stadt. Die machen eine hörenswerte Mixture aus Noise-Pop (Shoegazing) und verhaltenen Indie-Rock. Hört sich gut an, was man bei MySpace von ihnen hören kann.
Frankophile Aversion bezüglich guter Musik zeigt Utopium die rote Karte. Ganz vorzüglicher noisiger Rock zwischen Ambient und treibende, progressiven Beats. Der Song “Tourist” zum Beispiel ist der Hammer schlecht hin. Ich fange hier beim Schreiben am Schreibtisch schon an zu zucken. Whow! Ich habe mir das Album SOFORT über ihre MySpace-Seite bestellt.
Nicht unähnlich die Musik von Pitchblend aus Reading,Großbritannien. Flächiger Noise-Pop und Coldpay’scher Radau geben eine schöne Mischung. Hörenswert.
Stereostoned – Never Together | mp3
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Alternative-Rock. Böses Wort. Der zarte Indie-Nerd duckt sich und geht in Deckung. Ich nicht. Der bayerische Nachwuchs Stereostone haut ordentlich in die Kacke und rockt jedes bayrische Festzelt in Grund und Boden. Ihre bayrischen Kollegen von No Mails konnte ich auch nicht im Regen stehen lassen. Rocken.
Circle’s End aus Perleberg in Brandenburg sind mit melodischen Metal unterwegs. Mehrstimmiger Gesang, eine helle Frauenstimme, dramatische Streicher und sägende Gitarren. Nicht schlecht, der Specht.
Aus Belgien kommen Venae. Pumpender Alternative und düsterer Metal. Geht in Richtung Katatonia und Paradise LOst, die sie auch zu Topfreunden in ihrem MySpace-Profil erkohren haben.Und, Hey. Sie sind mit meinen norwegischen Freunden von Postscriptum befreundet.
Pontifex – Wiege Bahre | mp3
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Pontifex aus Kölle machen so’ne Art Raubaucken-Rock. Kann man auch Pop-Punk und Alternative nennen. Gehen Live bestimmt ordentlich. Deutsche Texte zum mitsingen. Ihr Album gibt es für lau auf ihrer MySpace-Seite. “Hi Schallgrenzen, wir laden Dich herzlich ein bei uns kostenlos & legal unsere tonalen Kunstwerke herunterzuladen. Schönste Grüße aus Köln” Knorke.
Noch ein wahrhaft erhabener Brocken aus Progressive, Experimental und Shoegaze sind RQTN aus Frankreich.
“..Unser Musikgeschmack deckt sich über weite Strecken! Würde mich freuen. . . ” Dieser Zettel wurde mir von Sänger und Gitarrist der Band MLE[e] überreicht. Stimmt tatsächlich. Übereinstmmungen sind unverkennbar. MLE[e] ist eine Indie Band aus Östereich, die mit feinem Indie-Rockmehr mehr nach Skandinavien und England klingt als nach Alpenrepublik.
Zum Abschluss leise, fast schon sakrale Töne von Gentle Buzz aus York,Großbritannien.

