
So wie der Peter seine Platten digitalisiert, wasche ich bei meinen den Dreck aus den Rillen. Ganz professionell mit Waschmaschine. Erst danach dürfen die sauber glänzenden Schätze auf den Plattenteller. Gestern erwischte es Modern Eon.
Modern Eon kamen aus Liverpool. Wie bei vielen vielversprechenden Bands blieb der Erfolg aus. Sie brachten es lediglich auf einige Singles und ein Album. Das erste Lebenszeichen erschien 1978 auf der „Street to Street“ Compilation, auf der auch Echo & the Bunnymen sich der Öffentlichkeit vorstellten. Die Covergestaltung stammte übrigens auch vom Modern Eon Sänger Alix Plain, als „sleeve note writer“ konnte John Peel gewonnen werden.

1981 dann das leider einzige Album „Fiction Tales“. Sie lösten sich kurz danach auf, als sich der damals erst siebzehnjährige Schlagzeuger Cliff Hewitt bei den Proben zur Tour als Vorband der Stranglers verletzte und er bei den Konzerten nur eine Bandmaschine mit seinen eingespielten Drumparts bedienen konnte. Manche Leute haben halt kein Glück und dafür werden Echo & the Bunnymen reich und berühmt. Das Album ist ein Kleinod, das eigentlich keinem Post-Punker fehlen darf. Modern Eon Songs sind durch den gehauchten oder geflüsterten Gesang Alix Plains unverwechselbar. Und das grandiose Schlagzeug hat 15 Jahre später auch Apollo 440 angetrieben.
weitere Infos: Modern Eon (Fan-Seite)
Modern Eon – Euthenics
Modern Eon – Spash!
Modern Eon – Watching the Dancers
Ich freue mich jetzt auf den Herbst. Das Album von Modern Eon werde ich dann öfter auflegen. Und wenn ich so ins Regal schau, stehen da noch einige tolle Scheiben für die dunklen Jahreszeiten.

Gute Wahl…