Eigentlich wollte ich den Abend gemütlich auf dem Sofa verbringen. Vielleicht noch einen lauwarmen Früchtetee und auf Arte einen japanischen Tierfilm mit kirgisischen Untertiteln über das Liebesleben der gemeinen Blauschwanzamöbe schauen. Habe mich dann für ein Konzert von Komplize im Cafe Glocksee in Hannover entschieden.
Komplize ist ein Trio aus Hannover. Ihr Album “Biotop” ist Eines der besseren Sorte. Ist mir zwar schon vor Monaten zugeschickt worden, bin aber leider bisher nicht dazu gekommen, ein paar wohlwollende Zeilen zu verfassen. Immerhin habe ich sie bei mir in der Sendung vorgestellt. Das Album ist befüllt mit 12 Songs zwischen Punk-Rock, Metal, Alternative, Stoner- und Noise-Rock. Selten genug, es wird deutsch gesungen und mir gefällt`s.
Wie das so üblich ist, beginnt das Konzert um 21 Uhr und Komplize starten pünktlich um Halbelf mit ihrem Set.Es wurde ordentlich auf`s Mett gehauen. Das Intro beginnt zwar mit gemächlich dahinrollenden, noisigem Stoner-Rock. Danach wird es aber zunehmen kompakter. Die Drei lassen es ordentlich krachen. Vom Schlagzeug druckvoll nach Vorne getrieben, pumpender Bass und akzentuierte, scharfe Gitarrensounds. Auch der Pop blitze ab und an mal durch, wurde aber genüsslich von Metal-Riffs in seine Bestandteile zersägt. Was mir an der Musik von Komplize, Live und auf Konserve, besonders gefällt, ist die Unberechenbarkeit ihrer Songs. Die Musik lässt sich schwerlich einordnen, und das ist schon mal postiv und spannend.
Komplize – Schminkkontest
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Wie es sich für einen alternativen Laden gehört, waren die Getränkepreise mehr als human. Ich habe mir einigige Flaschen Bionade (Liebligsgetränk einer Berlinerin, Geschmacksrichtung Litchi (1,50) gegönnt und habe wahrscheinlich deswegen heute einen dicken Kopf.
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