Kinokritik | Star Trek 11 – Die Zukunft hat begonnen

18 Mai

Aus alt macht neu. Natürlich war ich im neuen Star Trek 11 – Die Zukunft hat begonnen. Und da ich schon immer mal eine Filmkritk schreiben wollte, habe ich nun einen gebührenden Grund. Selbstverständlich war ich viele Jahre ein sogenannter “Trekkie”, dürfte so ziemlich jede Folge aller Serien aus dem Star Trek – Universum gesehen haben. Nachdem die TV-Serie „Enterprise“ nach vier Staffeln leider vorzeitig abgesetzt wurde, sah es ja ziemlich düster aus. Gottseidank hat sich J. J. Abrahams ( „Alias“, „Lost“, „Fringe“ ) der Sache angenommen und mit Star Trek 11 die Anfänge der Sternenflotte, den Stapellauf der guten alten NCC-1701 USS-Enterprise (aus der Orginal Star-Trek Serie) und den Beginn der Karriere von Kirk, Spock und Co. filmisch umgesetzt.

Um es vorweg zu nehmen, Ich fand den neuen Film einfach genial. Abrams hat das “trashige” des Orginals gut eingefangen, es wird bei den Tricks geklotzt und nicht gekleckert, die bekannten Figuren werden mit viel Augenzwinkern und Humor während ihrer Jugend in der Akademie und bei ihren ersten Bewährungsproben brilliant dargestellt. Sicher ist die Konstruktion eines Neuanfang mit Hilfe einer Alternativzeitlinie ein wenig bemüht, aber irgendwie muss man ja die Kurve kriegen .Bei aller Liebe zu den späteren Folgen bleibt das kultige Orginal nun mal der Maßstab aller Dinge. So wurden die Charaktere der Protagonisten durchaus schlüssig und humorvoll gezeichnet. Und die zarte Liebesgeschichte zwischen Spock und Uhura ist einfach eine großartige Idee.

Story: Im ländlichen Iowa wächst  der junge James Tiberius Kirk (Chris Pine) zu einem wahren Draufgänger heran. Eher ziellos geht Kirk keiner Barschlägerei aus dem Weg. Captain Pike (Bruce Greenwood), ein alter Freund von Kirks Vater George (Chris Hemsworth), der 25 Jahren vorher bei einem tödlichen Aufeinandertreffen mit einem romulanischen Raumschiff ums Leben kam, rät Kirk, sich der Akademie der Sternenflotte der Föderation anzuschließen. Und so versucht der Frauenheld sein Glück. In dem jungen Arzt Dr. Leonard „Pille“ McCoy (Karl Urban) findet er zugleich einen neuen Kumpel. Auf der Akademie macht sich Kirk (natürlich) mit seiner draufgängerischen Art viele Feinde. Eine unlösbaren Übungsaufgabe wird vom ihm durch Mogelei gemeistert und prompt gerät er mit dem Halb-Vulkanier Commander Spock (Zachary Quinto) aneinander. Die beiden entwickeln sich bald zu erbitterten Rivalen, müssen ihre Feindseligkeiten jedoch aufgeben, als die U.S.S. Enterprise vom Stapel läuft und Captain Pike bei einer Mission von dem romulanischen Outlaw Nero (Eric Bana) gefangen genommen wird…

Was Gene Roddenberry dazu sage würde, wenn er den könnte, bleibt zwar reine Spekulation; der Mann ist seit 1991 mausetot, aber es hätte ihm sicherlich gefallen. Als dann die berühmten Schlussakkorde des Classic-Themas im Abspann des Films nach 127 Minuten verklungen waren, stand ich auf, zog meine Uniform gerade und verliess voller Andacht das Kino.

© Paramount Pictures International Germany

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