
Ziemlich spooky, die Angelegenheit. Pünktlich wie die Maurer begann vier teils vermummte Musiker um elf Uhr ihren Set. Junius aus Boston. Meine Kamera hätte ich getrost zuhause lassen können. Dunkel war’s. Sehr dunkel. Vier bärtige Naturburschen aus den tiefsten Wäldern Massachusetts spielten auf. Die Musik war genauso düster wie das Outfit. Im Publikum wurde selbstverständlich überwiegend Schwarz getragen. Im trüben Lichte wurde drauflosgebolzt. Noise, Post-Punk, ein wenig Screamo und Metal und nochmals Noise. Alles in Dunkelheit. Die richtig coolen Songs wie “Blood Is Bright” oder “A Word Could Kill Her” kamen Live wirlich gut. Soundtechnisch gab’s nichts zu meckern. Gesangtechnisch war’s oft mehr Gegrunze als Gesang.
Kommunikation null. Der Kaputzenmann am Micro murmelte sich irgenwas in den Bart. Ansonsten wurde ge-noist und ge-bolzt. Zur Erinnerung. Junius klingen ungefähr so, wie wenn man Songs von The Chameleons mit der Kettensäge zelebriert. Nach einer Stunde war der Spuck vorbei.War gut.
