
Hier geht es, man ahnt es schon, nicht um die irisches Befreiungsgruppe, sondern um die Band Ira aus Konstanz und somit um Musik. Ihr aktuelles, das zweite Album, heisst “Visions Of A Landscape”. Rockmusik ja, allerdings nicht einfach gestrickt nach Vers und Mass, sondern Musik, die die grob an Progressive-Rock denken lässt. Die Songs lassen sich Zeit, reissen die 5-Minuten Grenze und pendeln sich bei bei genüsslichen 8-9 Minuten ein. Will sagen, Musik die sich Zeit lässt und den langen Atem hat um sich zu entfalten. Athmosphärischer sehr dicht und abwechslungreich.
Musikalisch passiert, soweit man sich einlässt, eine ganze Menge. Es gibt Licht und Dunkelheit, leise Momente und metallene Eruptionen. Songs wachsen, Stimmung wird aufgebaut, es entstehen Bilder und Soundlandschaften. Musikalisch sehr eigen, Verweise in Richtung Dredg, Oceansize, ein wenig Porcupine Tree und Gazpacho sind möglich aber nicht zwingend. Dafür ist die Musik von Ira zu eigen. Das als Lob mit dem Hinweis, das der Gesang für eine deutsche Band mehr als akzeptabel ist.
Label: Golden Antenna | Ira Homepage
Wertung: 8/10
Album (CD/ LP) via Golden Antenna: Visions Of A Landscape
MP3-Album via Amazon: Visions Of A Landscape

Ich nenne bislang nur den Erstling dieser Band (”The Body And The Soil”) mein eigen, muss aber zugeben, dass mir Herr Hoffmann als “Poetry-Slammer” weit besser gefällt als im Kontext seiner Band. Sicher, die Texte (vgl. “Long Live The Parts” vom Debütalbum) bleiben hochpoetisch, aber Ira! (schrieb man früher noch mit Ausrufezeichen?) haben musikalisch nichts zu bieten. Oceansize und Isis in Lo-Fi.