Konzertberichte
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Hurricane 2009 Festival-Tagebuch XII: The Gaslight Anthem (UPDATE: mit Interview)

Nachdem ich Get Well Soon gestern Nacht leider verpasst hatte, bin ich heute extra früh zur Green Stage gegangen. Um 14.10 Uhr betreten The Gaslight Anthem die Bühne, ich muss zweimal hinschauen, um sie zu erkennen. Sänger Brian Fallon trägt eine Sonnenbrille und Drummer Benny Horowitz hat sich von seinen langen Haaren getrennt.


Ohne Gitarre, aber mit Sonnenbrille: Brian Fallon

Los geht es mit einem Song von ihrem letzten Album „The ’59 Sound“ (VÖ: August 2008): „High Lonesome“. Dann folgen Schlag auf Schlag noch mehr Tracks von dieser Platte. Fast das gesamte Set besteht aus neuen Songs und das freut mich – im Gegensatz zum Konzert von Tomte gestern – ganz außerordentlich.

Denn The Gaslight Anthem sind auf dem bisherigen Höhepunkt ihrer Karriere. „The ’59 Sound“, ihr zweites Album, hat durch die Bank hervorragende Kritiken bekommen – und das zu Recht. Ihr kraftvoller, aber pointierter Sound ist beeinflusst von der heimischen Punkszene in New Jersey, Blues und Soul, aber auch, und das merkt man vor allem den Texten an, Bruce Springsteen. Dass die Band nicht mal einen mittelmäßigen Song im Repertoire hat – und das auch weiß -, das ist sofort zu spüren. Alle Musiker strahlen eine ungeheuere Spielfreude aus, vor allem Schlagzeuger Benny Horowitz, der jeden Song mitsingt, und ohne dessen präzises Schlagzeugspiel The Gaslight Anthem wohl nur halb so gut wären.


Ist die treibende Kraft: Schlagzeuger Benny Horowitz

Trotz der ausgewogenen Qualität des Sets stechen natürlich einige Songs hervor. „Old White Lincoln“ zum Beispiel, bei dem Brian Fallon die Gitarre ablegt, ist ungeheuer catchy, und „Meet Me By The River’s Edge“ zitiert offensichtlich den „Boss“ („No surrender, My Bobby Jean“). Dass Springsteen schon Konzerte der Band besucht hat und sie als Support für einen Auftritt im Londoner Hyde-Park ausgesucht hat, unterstreicht es noch mehr: Diese Band hat eine große Zukunft.

Um kurz nach halb sieben treffe ich Alex, den Leadgitarristen, zum Interview. Weiß Gott, wie viele Interviews die Band heute schon hatte. Wir gehen ins kleine Interviewzelt im Pressebereich, auf der Green Stage lärmen Keane, man hört es im Hintergrund. Ich hole aus meinem Schulenglisch das Bestmögliche raus, Alex ist sehr freundlich und geduldig, lacht viel – trotz manch sicher oft gehörter Frage – und nachdem das Interview beendet ist, rutscht ihm noch raus: „Thank you for not mentioning Bruce Springsteen„. Man kann es gut nachvollziehen, wenn man mal nach Interviews mit der Band googelt (oder yahoot oder bingt :-))…

Interview mit Alex zum Nachhören:
[audio:http://www.schallgrenzen.de/wp-content/uploads/2009/06/interview_gaslighanthem_blog.mp3]

The Gaslight Anthem auf MySpace und ihrer Homepage.

-fg-

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