
So, einigermaßen regeneriert habe ich mich heute aus der Kiste geschwungen und will euch gern noch mal kurz resumieren, was vielleicht bisher zu kurz gekommen ist.
Deichkind haben am Sonntag für einen gelungenen Abschluß auf der blauen Bühne gesorgt. Ihr “electric super dance band” ist einfach unschlagbar was die Live-Performance im HipHop Bereich angeht. In abstruse Plastiktütenkostüme gekleidet betraten sie die Bühne, hüpften gut gelaunt auf den beiden Trampolinen auf der Bühne herum und freuten sich selbst am meisten, daß in der Mitte der Bühne auch noch eine Hüpfburg aufgebaut war, in die sie sich beim verfehlen des Trampolins fallen lassen konnten.
Der alte “ich surfe im Gummiboot über die Menge” Gag durfte natürlich auch nicht fehlen, allerdings waren die Secus wohl nicht eingeweiht und versuchten die Aktion zu unterbinden, was dzu führte, das eins der Deichkinder ein unfreiwilliges Bad in der Menge nahm. Dafür wurde dann auch gleich noch eins drauf gesetzt: Ein aufblasbares Trampolin, mit dem dann hüpfenderweise über die Menge gesurft wurde. Morgen bring ich euch die Bilder.
Ich bitte hier auch nochmal zu entschuldigen, daß es mir bisher noch nicht möglich war mehr Bilder zu bringen. Das liegt einfach daran das wir insgesamt über 2500 Bilder gemacht haben und allein das Sichten dieser Bilderflut nimmt einfach einen sehr großen Teil meiner Zeit in Anspruch.
Pearl Jam haben am Sonntag Abend dann das Hurricane offiziell auch auf der grünen Bühne zu einem gelungenen Abschluss gebracht. Ihre Show bewies, daß Edie Vedder und seine Kumpels es immer noch drauf haben. Der Frontman der Band hat sich leider beim im Graben herumlaufen und anschließenden wieder auf die Bühne klettern den Knöchel verknackst, so daß er den Rest des Konzertes humpelnder Weise bestreiten musste. Einen alten Grunge-Rocker kann so etwas aber nicht aufhalten, alles in allem eine sehr gelungene Show.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, daß ich den Auftritt von Sonic Youth leider verpasst habe. Bei allem Hin und her gerenne zwischen bloggen, Interviews machen und Auftritte ansehen, sind die Sonics leider auf der Strecke geblieben.
Sonic Youth – Fire Engine (mp3)
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Snow Patrol haben bereits am Freitag gezeigt, daß sie inzwischen zu recht zu den ganz großen im Geschäft gehören und meiner Meinung nach immer noch viel zu sehr unterschätzt werden. Ihre Songs gehen einem direkt ins Herz und auch auf der Bühne wissen sie absolut zu überzeugen. Eines meiner persönlichen Highlights auf dem Hurricane dieses Jahr.
Abschließend bleibt mir nur zu sagen, daß ich es durchaus für klug halte das Gelände zu erweitern und den Eichenring nicht mehr als naturgegebene Begrenzung des Festivalgeländes zu sehen. Dadurch, das die Bühnen parallel zueinander standen gab es einen höchstens 10 Meter breiten Bereich, in dem man beide Bühnen gleichzeitig gehört hat. Ansonsten ist der vom letzten Jahr so oft bemängelte “Soundbrei” bei gleichzeitigen Acts auf beiden Bühnen, was sich ja bei aller perfekten Orga nie ganz vermeiden lässt, dieses Jahr ausgeblieben.
Natürlich ist und bleibt das Festival ein kommerzielles, daß sieht man nicht nur an den großen Screens neben der Bühne, die ja schon seit längerem als Werbeflächen benutzt werden und auf denen zwischen den Acts auch mal Werbefilme laufen. Wenn das dann dazu führt, daß mehr Geld in die Verpflichtung von so großartigen Acts fließt wie das dieses Jahr wohl der Fall war, kann ich das durchaus verkraften. Ob allerdings wirklich fast mehr Promostände als Fressbuden auf dem Gelände herumstehen müssen bleibt fraglich, immerhin gibt es bei diesen ja auch nette Giveaways, von denen dieses Jahr aber die wenigsten wirklich kostenlos waren.
Für Freunde von guter Musik auf weniger kommerziellen Festivals sei nächstes Wochenende sowohl die “Fusion” im Osten des Landes empfohlen als auch das “Musikschutzgebiet Festival”, das nur kleinere Nachwuchsbands verpflichtet und in Nordhessen stattfinden wird. Beides kann man gut googeln.
Umsonst und draussen ist dieses Jahr auch das Teichrock Festival empfehlenswert, dort spielen z.B. die “Monsters of Liedermaching”, aber auch mein persönlicher Favorit “Daloco”. Das ganze am 14.7. für Null Euro in Bad Salzdetfurt.
Bleibt nur noch der Hinweis auf meine eigene Sendung, einige von euch haben sicherlich gestern das erste Hurricane-Resumee im Druckausgleich gehört. Die große Spezial Sendung vom Hurricane gibt es dann am nächsten Montag, dann auch mit allen Interviews und das ganze bis spät in die Nacht. Um 19.30 geht’s los wie gewohnt auf eurem Lieblingssender Radio Tonkuhle.
Mir hat’s dieses Jahr viel Spaß gemacht euch vom Hurricane zu berichten und das werde ich sicherlich nächstes Jahr auch wieder machen.
Bis dahin, gehabt euch wohl und noch viel Spaß mit Peters Schallgrenzen!





[...] Schallgrenzen Radio haben fleißig eine Hurricane Festival Tagebuch geführt! Hier ist das zusammenfassende Fazit zu finden, das dann auch Links zu den anderen Tagebucheinträgen enthält. Bei Nerdcore gibt [...]