Hardware-Test: Creative D200 Lautsprechersystem

25 Jul

[Trigami-Review]

D200_front

Wer hätte das gedacht. Jetzt werde ich auch noch zum Produkttester. Aber warum nicht, wenn es es sich um Produkte handelt, die mein Interesse wecken? Bisher hatte ich nur meine selbst gekauften technischen Spielerei vorgestellt. Ganz oben steht bei mir natürlich Musik auf der Agenda und so habe ich das Angebot von Creative, mir das  Bluetooth-Lautsprechersystem Creative D200  und  die Creative Aurvana in-Ear2  Kopfhörer (werden gesondert vorgestellt)  zu Testzwecke zuzuschicken und von mir testen zu lassen, mutig angenommen. Das Auspacken und Ausprobieren von neuen technischen Geräten macht mir halt höllischen Spaß.

CREATIVE_LOGOok

Gestern ist das Paket eingetroffen. Natürlich sofort ausgepackt,  Inhalt des Pakets: das Lautsprechersystem Creative D200 mit kabellose Audioübertragung (Reichweite: bis zu 10 m) via Bluetooth. ein Universalnetzteil inklusive ein Satz Universalsteckeradapter und eine Kurzanleitung. Das D200-System erscheint als schmucker, schwarzlackierter Kasten in wertiger Verarbeitung, den Abmessungen von (L x B x H): 40,6 x 10,1 x 9,3 cm,  abgerundeten Ecken und edler Optik. Das System vereint  in dem recht kleinen Gehäuse Verstärker, Lautsprecher und Bassreflexbox, deren Öffnung sich auf der Rückseite des Geräts befindet. Dort gibt es auch den Ein- / Auschalter sowie den  Eingang für Audiogeräte ohne Bluetooth-Funktion. An Bedienungselemente  gibt es nicht viel: 3 Bedientasten. 2 für die Lautstärke und eine für die Bluetooth-Verbindung. Das war`s, die Devise “Docking Speackers Are Dead” und der Slogan Pure Music Everywhere weist die Richtung. Die Musik kommt vorzugsweise via Bluetooth.

D200-back

Nachdem das D200-System eingeschaltet war und die Statuslampe grün leuchtete, musste ich doch einen Blick in die Bedienungsanleitung wagen. Der Connect-Knopf für die Bluetooth-Verbindung muss 4 Sekunden lang gedrückt werden, bis das grüne Licht blau blinkt. Woher sollte ich das wissen? Zu mehr als einen kurzen Blick braucht man die Anleitung auch wirklich nicht. Betriebsbereit. Ein erster Versuch mit dem Sony W580i Handy klappte auf Anhieb. Ich bin ja jedes Mal begeistert, wenn Geräte sofort und ohne grosse Probleme  funktionieren. Vom Auspacken bis zum ersten Ton aus den Lautsprechern dauerte es keine 5 Minuten. Respekt. Musik, zwo, drei, vier. Da ich weder Techno, Klassik noch Schlagermusik höre, mussten die  Creative-Lautsprecher mit der auf Schallgrenzen beheimateten Musik vorlieb nehmen. Zunächst ein Song von den Editors, dann schon etwas lauter Placebo, danach feinster dänischer Indie-Folk von Marie-Luise Munck. Im Anschluss ein paar gediegende Post-Rock Klänge mit Sigur Ros.  Und zu guter Letzt voll aufgedreht, Prog-Metal mit Tool und dem Song Forty Six & 2. Ein zweiter Verbindungsaufbau mit meinem Notbook klappt ebenfalls ohne Probleme und eine direkte Kabelverbindung zwischen D200 und iPod Touch festigte den guten klanglichen Eindruck und die problemlose Konnektivität. Für iPhone und iPod Touch, die man kabellos betreiben möchte und die von Haus aus ja kein Bluetooth unterstützen, gibt es von Creative einen aufsteckbaren Adapter. Mein iPhone 4 übrigends lässt sich auch ohne Adapter schnell und zuverlässig mit dem Soundsystem verbinden.

d200_office

Den Klang des Lautsprechersystem brilliant zu nennen, scheint mir etwas übertrieben, aber Angesichts der Größe und des Preises (€99.99) klingt der kleine schwarze Freund sehr respektabel. Der Prog-Metal von Tool zeigt, was die D200 Anlage auf dem Kasten hat. Präzise, satte  Bässe und genügend Transparenz und Klarheit in den Höhen, um Gesang und Gitarren zu würdigen. Nahe Anschlag aufgedreht wird`s richtig laut, ohne wirklich unangenehm zu verzerren. Das kleine System hat Lautstärke für eine nette Party und mein Sohnemann hat bereits Bedarf angemeldet.

Fazit: Eine nette, kleine Musikanlage für Leute, die ihre mobilen Endgeräte wie Handy, MP3-Player und Notebook zu richtig gutem Klang verhelfen wollen. Das Bluetooth-Lautsprechersystem Creative D200 ist sicherlich nicht High-End, aber bei einen Verkaufspreis von knapp 100 Euro ein Empfehlung. Sieht schick aus, ist flexibel, klingt gut und funktioniert bei den von mir genutzen mobilen Geräten ohne Wenn und Aber. Jetzt zum Produkt

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4 Antworten zu “Hardware-Test: Creative D200 Lautsprechersystem”

  1. der tux mal wieder 25. Jul, 2010 at 20:18 #

    Wie, nicht mal Bluetooth kann der Apple-Mist? Oh Gott.

    Hmm, Design ist jedenfalls für mich eher zweitrangig; wirklich entscheidend ist der Klang. Und ich glaube, hier ist Bluetooth auch der Flaschenhals. Es hat durchaus Gründe, dass jegliche kabellosen Klangübertragungswege von den Nutzern bspw. des HiFi-Forums für nicht empfehlenswert gehalten werden. Andererseits – es ist Creative, da klingt alles etwas besser, dies ist zumindest meine Erfahrung mit deren Produkten. :)

  2. Peter 25. Jul, 2010 at 20:36 #

    Der iPod Touch und auch das neue iPhone klingen ziemlich gut, allerdings kommen sie nicht an Klangqualität das gute alte Creative Zen Vision an. Habe ich mir aber leider kaputtgebastelt, als ich Doofmann den Akku wechseln wollte.
    :(

  3. der tux mal wieder 25. Jul, 2010 at 20:40 #

    Schön, dass wir da immerhin ähnliche Erfahrungen gemacht haben, was die Klangqualität angeht. (Nonplusultra sollen ja im Moment die Dinger von Cowon sein, aber, ohweia, die sind recht unpreiswert.)

    Ich renne immer noch mit meinem 1-GB-Zen Stone herum. Klingt dennoch prima. :)

  4. Momo 27. Jul, 2010 at 00:19 #

    Ich hab mein Laptop und Surround Sound Boxen-Set auch mit einem Creative Produkt verbunden (externe Soundkarte, Creative X-Fi Soundblaster) und bin absolut zufrieden damit.
    Kabellos ist natürlich praktisch (ich hab hier ganz schönen Kabelssalat), aber so ein All-in-One Gerät kann meiner Meinung nach nicht den Klang eines Boxen-Sets ersetzen. Ich hab alles übers Laptop laufen – besitze weder Fernseher noch Anlage – also Musik, Filme, TV, Hörbücher, … und da kaschiere ich lieber die Kabel als Qualität zu verlieren.

    lg, Momo

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