Feldversuch – Mit AdSense Werbung Geld verdienen
9 Aug
Eine Frage, die mir hin und wieder durch den Kopf geisterte, muss beantwortet werden. Kann ich mir meine täglich “Arbeit” als Blogger etwas versüssen und mit diesem Blog (etwas) Geld verdienen? Meine Versuche mit dem Amazon Partner Programm sind im Grunde kläglich gescheitert. Eine weitere Möglichkeit, mit einem Blog Geld zu verdienen, ist die Plazierung von Werbung via AdSense. Und diese Möglichkeit verspricht unermesslichen Reichtum.Gibt man bei Google “mit Adsense verdienen” ein, führt der erste Treffer “3000 Euro im Monat mit Adsense verdienen” allerdings zu einer nichtsagenen Linksammlung und letzlich zu älteren Artikeln mit albernen Allgemeinplätzen. Also gilt es, die Probe aufs Exempel machen.
Dieser Feldversuch kann zu einer gefährlichen Sache werden. Ein unbedingter Drahtseilakt auf Messers Schneide. Werbung im Blog ist immer eine zweischneidige Sache. Viele Leser mögen keine Werbung und könnten sich abwenden. Somit darf die AdSense-Werbung nur vorsichtig und passend zum Design eingesetzt werden. Zum Anderen macht es natürlich keinen Sinn, sein Blog mit Werbung vollzuballern, und damit keine nenneswerten Einnahmen erzielen. Also werde ich zum Einen die Besucherzahlen und zum Anderen die Einnahmen beobachten. Als Deadline gebe ich mir ab jetzt drei Monate und werden notfalls die Reissleine ziehen.
Das ärmste Schwein im ganzen Land, das ist der B-Blog Kommandant (reimt sich!)
Google AdSense generiert auf vom Blogbetreiber festgelegten Plätzen Anzeigen und man erhält jedes Mal Geld, wenn ein Benutzer auf diese Anzeigen klickt. Einfache Sache das. Mit einem klitzeklein Problemchen. Man muss auch ausreichen Besucher haben. Da nur ein Bruchteil der Besucher eine Werbeanzeige interessant genug finden, um draufzuklicken (ich glaube, ich habe erst 1-2 mal auf so’n Ding geklickt) sollte man bei den Besucherzahlen schon aus den Vollen schöpfen, um überhaupt eine reelle Chance auf Einnahmen zu haben.
Nach den immer wieder anzutreffenden Definitionen wird der gemeine Blogger in A-, B-, C-Blogger eingeteilt. A-Blogger sind quasi Blogs mit mehr als tausend Besucher am Tag. Sozusagen die Oberschicht, oft Blogs, die sich im Wesentlichen kaum von kommerziellen Online-Magazinen unterscheiden, aus einer mehrköpfige Redaktionsmannschaft bestehen, mit Werbung vollgeballert sind und meistens eine USt-ID besitzen oder haben sollten. Als B-Blogger werden Blogger bezeichnet, die in ihren Blogs zwischen 100 und 1000 Besucher pro Tag zählen und regelmässig die Welt mit ihren Weisheiten und geistigen Ergüssen quälen. Per Definition bin ich ein B-Blogger. Dann gibt es natürlich noch die C-Blogger mit weniger als hundert Besuchern pro Tag. Für die A-Blogger sind die C-, B- Blogger weniger als Luft. Quasi unsichtbar und irrelevant. Der A-Blogger hat keine Zeit für die unteren Regionen der Blogsphäre. Er hat dafür auch keine Zeit, da er hauptsächlich damit beschäftigt ist, sich an seiner eigenen Genialiät zu erfreuen.
Während der C-Blogger glücklich oder unglücklich in seiner kleinen Nische werkelt, hat der B-Blogger ein Problem. Weder Fisch noch Fleisch bezüglich der Besucherzahlen, muss er sich entscheiden. Soll`s nach oben gehen (das kann ein echter Kraftakt werden) oder bleibt’s beim Status Quo. Mehr Besucher bedeutet, die Taktfrequenz müsste angehoben werden. Mehrere Posts täglich würden sich aber sicherlich auf die Qualität auswirken. Also auch keine Lösung. Mehrmals täglich kostenlose Mp3′s oder zig Youtube Videos feilbieten, und das ohne redaktionelle Tiefe ist mir einfach zu billig. Eine vor ewigen Zeiten eingeführte Kategorie “Musik-News” habe ich schnell wieder in der Versenkung verschwinden lassen.Und so wird sich hier wohl nichts ändern, ich muss mit dem auskommen, was ich habe.
Ein Feldversuch – Für drei Monate AdSense Werbung
Bei diesen Überlegungen angelangt, führte der Weg zur bereits Eingangs erwähnten Frage, ob trotzdem Werbeeinnahmen zu erzielen sind. Und ob diese mit AdSense zu erzielen sind. Erstes grosses Problem, was mich in der Vergangenheit von weiteren Überlegungen abgehalten hat: Werbung sieht meistens Scheisse aus und die AdSense Werbeblöcke sind besonders hässlich. Trotz alledem bin ich neugierig und werde den (zunächst) zeitlich begrenzten Feldversuch wagen.
Umsetzung und Strategie
Da Google AdSense ohne meiner Einflussnahme (man kann im gewissen Umfang Werbeinhalte ausschliesen) die Werbeblöcke mit Inhalt füllt, muss man die plazierten Text- oder Imageanzeigen genauseten beobachten. AdSense scannt den Inhalt des Contents, auf dem die Werbung plaziert wird und generiert entsprechende Werbeinhalte. Das erbringt nach ersten Beobachtungen z.B. in der Rubrik iPod & Audiotechnik ziemlich passende Werbeeinblendungen ,während zum Beispiel in der Sidebar auf den Unterseiten hauptsächlich für Schallschutzmassnahmen und andere spassige Massnahmen am Bau geworben wird.
Da bei reiner Image-Werbung ziemlich fiese und bunte Werbebanner erscheinen können (wenn sie schwarz-weiß wären, könnte ich damit ja noch leben), werde ich in der Regel Text-Einblendungen platzieren. Des Weiteren werden neuere Beiträge werbefrei bleiben, und die Werbung wird im Design der Farbgebung des Blogs angepasst und nur in älterern, aber häufig aufgerufenen Artikeln erscheinen. Diese werden ausschliesslich via Google und Co angesurft. Auf der Frontpage gibt es keine AdSense Werbung. Lediglich auf den Unterseiten in der Sidebar eine Googleanzeige plaziert.
Ich werde dem geneigten Leser (Google Adsense verbietet in seinen AGB allzu detallierte Informationen) regelmässig über meine Werbeeinkünfte via Adsense berichten.
Bildquelle: Flickr | ikeele
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Wie wärs denn damit, nicht den interessierten Leser (wie mich) sondern nur den Besuchern von Google (oder auch Bingo oder wie das da von Microsoft heißt) die Adsense-Werbung aufs Auge zu drücken? Im Regelfall bleiben die eh kaum länger als 10 Sekunden und sind dann wieder weg. Wenn deren Weg dann halt mit Werbung geplastert ist, ist das eben so. Und alle anderen können weiterhin dein interessanten Tipps ohne störendes Beiwerk genießen.
Ich als B-1/2-Blogger (durchschnittlich FAST 100 Besucher pro Tag) kann von Google Adsense nur abraten. Erstens aufgrund meiner mehrfach geäußerten Antipathie gegenüber diesem perversen, Leute mit Autos ausspionierenden Dreckskonzern, zweitens, weil es sich seit der so genannten “Wirtschaftskrise” einfach nicht mehr lohnt; die Prämien sind um 80 % zurückgegangen, schrieb ein anderer Adsense-Blogger vor einer Weile.
Ich sehe ein prinzipielles Problem bei Werbung im Internet. Da diese überwiegend aufdringlich bis penetrant ist und meist einfach schlicht unseriös, käme ich nie auf die Idee einem Werbelink einfach so zu folgen. In meiner Browser-Konfiguration im Firefox ist sie natürlich standardmäßig mittels AdBlock Plus ausgeblendet, um das Surf-Erlebnis nicht zu beeinträchtigen. Nun bin ich eigentlich ein Verfechter von werbefinanzierten Inhalten, doch solange diese einfach nicht dezent gehandhabt werben und mir Zeit stehlen, indem sie über die Breite des Bildschirms herfallen, werde ich auch weiterhin Ignoranz walten lassen. Zu Google: Die Ads wären ja von der Präsentation dezent, aber – sorry – die Links halte ich oft für nicht ganz koscher. Wenn mir nun freilich – beim von mir lässiger konfigurierten Opera – Google auf deiner Seite einen Link zum akzeptablen Musicload ausspuckt und ich beim Klick dann neben der Musicload-Seite auch noch das Pop-Up einer dort werbenden Krankenversicherung wegklicken muss, dann spricht das wohl Bände. Ich wäre ja für schlichte Banner zu haben, mit wenig Glitter und informativ. Dass Blogs Werbung zur Refinanzierung der Server-Kosten und als kleine Aufwandsentschädigung schalten, finde ich völlig in Ordnung. Und prinzipiell halte ich Google auch nicht für böse. Aber ich hoffe dargelegt zu haben, warum meine Klickzahlen dich wohl leider nicht reich machen werden. Werde freilich deine Seite vorerst mit jedwedem auftauchenden Werbeschund konsumieren ;)
Du hast Recht. Habe es gerade auf meinem Notebook ausprobiert. Dort ist der Ad-Blocker installiert und es es ist keine Werbung zu sehen. Dolle Sache, das. Allerdings habe ich in den letzten drei Tagen bereits 27 Cent eingenommen. Hochgerechnet auf drei Monate springt da ein opulentes Mahl bei einem der beliebten Fast-Food Ketten bei raus. Ein Kotzburger mit allem Drum und Dran.
Meiner Meinung nach wärs als Blogger sinnvoller, sich einen Sponsor zu suchen und speziell an den Blog angepasste Anzeigen einzubauen.
Ich hätte kein Problem z.B. auf Lie In The Sound für Bionade zu werben… trinke ich gerne und würd auch zum Style/Image von uns passen. Wir müssen noch ein bißchen ackern und unsere Leserschaft erweitern, dann werd ich irgendwann mal in die Richtung auf Suche gehen. Es gibt ein paar Produkte u. Marken die da in Frage kämen…
Gerade bei deinem Vorhaben bzgl. Netlabel, wär diese Art der Werbung für dich sicher auch hilfreich. So könnte man mit dem Sponsor zusammen auch Compilations rausbringen… nicht nur digital, sondern auch physisch zum Verteilen in Clubs, Verlosen auf dem Blog etc…
Die Zukunft von werbefinanzierten Inhalten liegt in der Partnerschaft mit einzelnen Firmen und nicht AdSense u. Co… ist zumindest meine Einschätzung.
Also… lieber mal beim Lieblingsgetränke-Brauer anfragen… und nicht bei Google
PS: Vom Design her find ich ja Fritz Cola toll… würde sehr gut zum Layout von uns passen…
Bionade? Bist Du verrückt? Yuppie Gesüff. Seitdem sie glauben, sie wären was Besonderes (das Orginal) haben sie ihre Preise um ein Drittel angehoben. Ich trinke die billige Plürre aus dem NP-Markt für 39 cent. Schmeckt genauso widerlich.
Und Adsense macht mir langsam Angst. Hat mir doch tatsächlich Werbung für Rammstein Tickets untergejubelt. Via Filter für Konkurrenzanzeigen ausgeschaltet. Stand heute: 82 Cent Einnahmen
Haha… mir egal, mir schmeckts… aber zu teuer sind die echt geworden… ich mag ja auch die Fassbrause von Aldi, die kostet irgendwie nur ein Drittel… also vielleicht doch lieber Berliner Fassbrause aufm Blog aus Berlin?
Ich würd mich auch neu einkleiden lassen… dann gäbs auch endlich ein echtes Foto von mir… sogar auf Myspace
Und Kaffee konsumieren Blogger doch wie andere die Luft zum Atmen… da würd sich schon was finden lassen. Ich sollt vielleicht jetzt nicht schreiben, dass ich geschmacklich den Billigkaffee in der hellblauen Packung von Penny am liebsten mag.
Stimmt. Kaffee saufe ich garantiert zu viel. Und das noch Nachts um Eins. Irgendwann kriege ich dafür die Quittung. Aber dafür trinke ich fast keinen Alkohol.
Ich nutze mittlerweile sogar zwei Werbeblockierwerkzeuge, Ad Muncher (Filterproxy) vor’m Aufruf der Website und Adblock Plus währenddessen. Bin noch zu blöde, AM gescheit einzustellen, so dass ich hier keine Werbung sehen /kann/. Kommt, hoffe ich, noch.
Gibt es denn Sponsoren, die auf Blogs gezielt werben? Ich hätte auch schon einige Ideen.
…du meinst abgesehen von Vodafail… gibt’s schon immer wieder. Leider wird ein Großteil der Werbung als redaktioneller Beitrag getarnt, ist aber bei den traditionellen Printmedien, Hörfunk und TV nicht anders.
Ich denke mit dem richtigen Konzept, könnte man sich selber Sponsoren an Land ziehen und Peter tiefstapelt ja, wenn er sich selber als B-Blogger bezeichnet.
Wie schön erwähnt, gerade mit Blick auf Netlabel + Veranstaltungsreihe sollte sich da ein Sponsor finden lassen, mit dem man gut leben kann.
Wer weiß, vielleicht findet sich ja ausgerechnet in Hildesheim ein Unternehmen, dass prima zu Peter u. Post-Rock passt… einfach mal kreativ rumspinnnen, wer so in Frage käme und was man gemeinsam machen könnte…
Muss ja nicht immer Biolimo oder Bier sein… könnte ja auch ein Hersteller von Lautsprechern sein, würd gut zum Namen u. Inhalt des Blogs passen…
Also ich blogge für Geld und mache Werbung und bisher ist das für niemanden ein Problem.
Tja, ich blogge zwar nicht für Geld, aber für Anerkennung und Liebe. Ich möchte, das man zu mir aufschaut. Der Letzte, der das machte, war mein Hund. Und der ist tot.Schnief.
Musst du deine Frau mal besser erziehen.
Das wird nix. Die bügelt noch nicht mal meine Klamotten
Frechheit.
Hallo Peter, eine weitere Hürde bei adsense, Du kannst Gefahr laufen für Abzocker Werbung zu machen: Google bannt Anzeigenkunden.
Da passe ich schon ein wenig auf und habe bereits ca. 100 Seiten eingetragen, die hier nicht erscheinen dürften. Grundsätzlich ist das natürlich auch ein Problem von Anwendern, die beim Surfen das Gehirn auschalten
Wer sich zum Download vor z.B. dem kostenlosen OpenOffice auf Seiten registrieren lässt, handelt ziemlich leichtsinnig. Aber da scheint ja Google schon etwas (natürlich mal wieder erst auf Druck)unternommen zu haben.