Peter

Ohne Musik? Das geht gar nicht. Leidenschaft. Schon immer für immer. Ich höre, also bin ich. Und schreibe darüber. Unter anderem...

15 Kommentare zu “Ein Blog 2009 | Reflexion und Ausblick”

  1. der tux mal wieder

    Ohje. Vielleicht wäre es gut für deine Nerven, wenn du dich wie bspw. Felix Schwenzel (Link zum Verständnis: http://fwd4.me/7EW – sofern er durch den Filter kommt) als jemanden betrachten würdest, der einfach ins Internet reinschreibt, statt als “Blogger”. “Blogger” ist so ein Ausdruck der Beliebigkeit. “Blogger” ist man, sobald man es hinbekommt, seine E-Mail-Adresse bei einem dieser Anbieter zu hinterlegen, und dann schmiert man da “hallo Welt” rein und wird stinksauer, wenn das keine Sau interessiert.

    Schallgrenzen.de ist mehr als nur eins dieser Dutzendblogs, die “irgendwas mit Musik” machen und wo bloß die neuesten Meldungen aus den üblichen Aggregatoren zusammenfließen. Du steckst deine Ansprüche nicht bei irgendwelchen “Rankings”, die unterhalb von Platz 3 ohnehin keiner überhaupt zur Kenntnis nimmt, du schreibst für dich und für die elitären paar hundert Leute im Monat, die sich täglich wieder darauf freuen, dass du sie an deiner Welt teilhaben lässt.

    Pfeif doch auf die Schmarotzer. Die meisten “A-Blogger” sülzen nur von ihrer Selbstherrlichkeit. Wenn ich das zu Unrecht gut besuchte Blog F!XMBR lese, kriege ich regelmäßig Brechreiz. Da sitzt so ein fröhlich grinsender Spinner ohne soziale Kontakte vor seiner Nutzungsstatistik und schreibt erst mal einen Artikel darüber, wie toll er sich doch findet. Auch dieses ominöse Nerdcore besuche ich höchstens sporadisch. Bilder- und Filmchensammlungen aus Dutzendarchiven sind einfach nicht meine Welt.

    Gegen Twitter kommt man prima an, wenn man es nur nutzt, um sich über es lustig zu machen. Ansonsten kann man es auch ignorieren. Twitter bietet keinen Mehrwert. Wer wirklich glaubt, dass es die Welt interessiert, dass er gerade kacken war, irrt sich.

    Schallgrenzen.de ist was besonderes, sonst würde es vermutlich niemanden interessieren. Orientier dich nicht an den falschen. Wer die Masse bedient, wird von ihr erdrückt.

  2. Marius

    Dass du mit deinem Blog weiter machst, ja sogar an neue inhaltliche Experimente denkst, ist eine gute Nachricht. Ich habe mir schon Sorgen gemacht.
    Aber ich weiß auch, dass es Musikblogs nicht so leicht haben, wenn es um das Thema Vermarktung geht. Musikblogs sind eben keine dieser oft zitierten Nischen, mit welchen man angeblich Geld verdienen können soll. Meistens verdienen sowieso nur diejenigen daran, die Programme zum Geld verdienen mit Nischenblogs im Internet verkaufen.

    Wie du auch schon geschrieben hast, reicht Google Adsense bei Blogs dieser Größenordnung für ein bis zwei Hefeweizen im Monat. Also eigentlich keine Option zum Geld verdienen. Vielleicht könntest du etwas im Bereich Direktvermarktung machen, eventuell mit Konzertveranstaltern oder kleineren Labels, aber reich werden wir mit unseren Blogs trotzdem nicht. Das war aber wahrscheinlich weder bei dir noch bei vielen anderen Bloggern jemals das erklärte Ziel.

    Ich finde das ein wenig schade, denn wenn man wie du, seit vielen Jahren wirklich tollen Content liefert, wenn man viel Herzblut investiert, dann fände ich es grundsätzlich absolut in Ordnung, wenn man damit ein wenig Nebeneinkommen generieren könnte.
    Für mich sind Musikblogs sehr viel mehr wert, als jede Musikzeitschrift, die ja auch nicht kostenlos am Kiosk ausliegt, und in der auf jeder zweiten Seite Werbung ins Auge springt.

    Ich habe es kürzlich mal mit einem so genannten Fachblog versucht, und dieses Experiment ist grandios gescheitert. Und zwar an meiner Lust. Ein Blog muss Spaß machen, und das macht es mir persönlich nur dann, wenn ich thematisch nicht zu stark eingeschränkt bin. Wenn man aber viele verschiedene Themen abdeckt, dann wird es wieder mit der Vermarktung schwierig. Ein Teufelskreis, der einem eigentlich egal sein sollte.
    Blogs kann man sowieso nicht künstlich aufs Geldverdienen auslegen, wer das tut, wird damit längerfristig scheitern. Bei einigen anderen kommt es manchmal ganz von alleine.
    Aber jetzt habe ich wohl schon viel zu viel über das liebe Geld geschrieben, es wird Zeit für Musik.

  3. Kai

    Ahoi. Frust raus lassen tut gut. Dennoch wäre ich dir dankbar, wenn du ein bisschen genauer hinsehen würdest.
    „ein sogenannter Premium-Blogger“ – sagt wer?
    „Von vielen Bloggern wird darüber hinaus die Ansicht vertreten, allein Schuldiger des Absturz vieler Blogs in die Bedeutungslosigkeit sei Twitter.“ Habe ich wo geschrieben? Jedenfalls nicht in dem von dir verlinkten Beitrag.
    „Einmal im Jahr gibt es eine hochgradig bescheuerte Aktion, nennt sich Ein Herz für Blogger.“
    Die Aktion hieß ein wenig anders, und es gab sie im Abstand von etwa 6 Monaten.
    „Gab sie“ deswegen, weil „lacht sich ins Fäustchen“ hier nicht wirklich der Wahrheit entspricht, und ich sie nicht weiter führe, was ich ausführlich erklärt habe.

    Danke.

  4. Peter

    Ich bin überhaupt nicht frustriert. Warum sollte ich auch?
    :mrgreen:

  5. SomeVapourTrails

    tux hat sehr kluge Worte gesprochen: “Wer die Masse bedient, wird von ihr erdrückt.” Dies trifft vor allem dann zu, wenn man selbst nie Teil der Masse ist bzw. sein will.

    Wer Professionalität vorgaukeln will, meidet das Wort Blog. Dies bleibt dennoch Augenauswischerei, vielleicht einfach auch Geltungssucht. Wer dem Mainstream das Wort redet oder einfach nur die Provokation sucht, wird mehr Klickzahlen haben als dein Blog. Aber gerade solch Seiten sind doch meist nur oberflächlich, ohne begründete Meinung. Und das eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema Musik immer nur eine begrenzte Zahl von Leuten erreicht, darf ja wohl nicht verwundern, wenn man Charts beobachtet. Musik ist ein Konsumprodukt, das erfolgreicher ist, je glattgebügelter es dargereicht wird. Weshalb sollte dein Blog also enorme Besucherzahlen haben?

    Warum soll die Ellbogengesellschaft, die wir heute allerorts erfahren, sich nicht auch im Internet widerspiegeln? Und so sehe ich auch die Vorgehensweise mancher Blogger. Aber auch hier sehe ich kein wirkliches Problem. Jene Blogger kann man meist ignorieren.

    Ich würde an deiner Stelle nicht viel ändern und deine Authentizität auch weiterhin als Trumpfkarte ausspielen. Oder willst du wirklich wie WhiteTapes werden?

  6. Axel

    Da brauch ich ja zwei Tage um mir das durchzulesen. Und nach dem ersten Absatz erscheint mir das mühevoll. Da schau ich doch lieber erstmal Dittsche…sach ma, aber jetzt…
    Naja, ich versuch es morgen nochmal.

  7. Justy

    @SomeVapourTrails die WhiteTapes scheinen dich ja arg zu stören, so oft, wie du die als negativbeispiel bringst. was’n so schlimm an denen?

  8. Zu Weníg Zeít

    Juhu, jetzt geht auch Schallgrenzen in die Zukunft-Für-Blogs-Fragezeichen-Gedankenwelt ein. Ich bin vielleicht nicht lange dabei und mach das ganze Ding auch nicht professionell, aber ich kapier die meisten Leutchen nicht, die Angst um ihre Blogger-Zukunft haben.

    Nur eines: Bitte bleib deinem Thema treu. Verbieg dich nicht. Zieh dein Ding durch. Ich lese Schallgrezen gerade deswegen so gerne, weil er unkonventionell ist.Und werde keine Prostituierte des Internetsystems.

  9. orange

    Grüß dich!
    Also ich bin ja noch nicht sehr lange dabei in der Blog-Szene und ich lese regelmäßig deinen (euren) Blog, auch wenn wir musikmäßig oft weit auseinander liegen. Aber eines brauche ich nicht, nämlich solches Geheule, dass alles nur noch scheiße ist und früher alles besser war und auch twitter scheiße ist und verlinkungen sowieso und die ach so liebe Werbung ja auch nur den Premium-Bloggern was bringt. Meine Güte, was is denn hier los? Ich dachte ein Blog ist dazu da, dass man seinen “Scheiß” ins Netz schreibt und sich freut, wenn einer sich für den Kram interessiert, den man da von sich gibt, weil einem im richtigen Leben in seiner Sparte, wo man sich (so hofft man zumindest selbst) auskennt, sonst kein Schwein zuhört. Und das ist es doch auch schon, oder? Ich für meinen Teil habe riesige Freude, Sachen zu posten, von denen ich mir sicher bin, dass sie MIR gefallen. Umso schöner, wenn es ein paar andere gibt, die auch so denken. Nach drei Monaten recht intensiven Bloggen und 150-300 Lesern am Tag, habe ich zunehmend mehr Spaß an der Sache, das stimmt schon. Aber mir hat das Bloggen auch schon riesigen Spaß gemacht, als ich am Tag keine 30 Leser hatte. Man, ich war sogar stolz, dass sich 30 Menschen meinen Krimskrams durchlesen, den ich Tag für Tag schreibe.
    Wo will ich hin damit? Neija, ich kann wirklich nicht mitreden mit euch, da ich großen Respekt habe, dass ihr schon 5 Jahre schreibt, aber was machst du dir solche Sorgen, schreib doch einfach weiter deinen qualifizierten Beitrag, Tag für Tag und mach dir keinen Kopf um irgendwen anders. Bleib einfach dem Spaß an der Sache treu und lach über Prostitutions-Blogger für die Verlinkungen mehr bedeuten als ein Leser, der sich freut, dass du wieder postest.
    Ich für meine Teil habe beschlossen, dass ich, solange ich schreibe (und es durchaus sein, dass mir das Ganze irgendwann zeitmäßig zu stressig wird und ich aufhöre) niemals Werbung schalten würde, für was? Ich brauche keine Werbung für mich! Wenns jemanden interessiert, findet er mich irgendwann (wenn nicht, dann auch ok). Wo ist da das große Problem an der Sache?
    Und zur Blogroll, ich halte es persönlich so, dass ich qualifizierte Blogs aufnehme, die entweder meine Interessen in ähnlicher Form vertreten, oder die einfach nette Menschen sind und gut bloggen, oder die einem vormachen, wie es geht. Und da scheiß ich drauf, ob die mich rückverlinken, schließlich will ich demjenigen, der mich liest, eine Möglichkeit geben, dass er auf anderen Seiten interessanten Inhalt findet. Mehr nicht. So, und da kann ich echt deine ganzen Sorgen und das pessimistische “Alles Scheiße und überhaupt” nicht vertragen, sorry – denn für Rumgeheule, dafür sind Blogs ganz sicher nicht da.

    Einen schönen Abend und – nicht verzagen ;)
    -orange (Sebastian)

    Ein Herz für Blogger – lol, selber Schuld, wer daran teilnimmt

  10. Streugut vom 07.12.2009 | Hey Tube

    [...] Ein Blog 2009 Reflexion und Ausblick [...]

  11. El Mariachi Shot The Winterblues | Lie In The Sound

    [...] speaking, that is), bald zumindest. Bis dahin macht sich auch bei den lieben Blognachbarn der reflektierende Winterblues breit. Mir ist ganz dusselig im Kopf vom vielen Weihnachtssongs hören, allerdings muss ich mich [...]

  12. Tolles aus Twitter | aloha WEBLOG

    [...] verlinkt auf einen Beitrag im Schallgrenzen Blog, das ein kleines Resumé über die Entwicklung des eigenen Blogs, und der Blogs im Allgemeinen [...]

  13. Wenn Blogger vom Blogsterben bloggen – Spontis Weblog

    [...] schrumpfen pauschal ausgestorben. Peter von den Schallgrenzen rechnete schon in seinem Artikel Ein Blog 2009 | Reflexion und Ausblick ab:  “Und überhaupt. Haben Blogs nicht schon längst ihren Zenit überschritten? Blogs? Es [...]

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