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Wer von Euch kennt noch die Comsat Angels aus Shefield? Stichwort, die frühen Achtziger. Nicht? Dann kennt Ihr aber Joy Division oder die Chameleons oder Echo & The Bunnymen? Okay, dann sagt Euch Interpol etwas. So, jetzt haben wir so ungefähr festgezurrt, in welche Richtung es bei den Editors aus Birmingham geht. Ein düsteres Bild, schwarz-weiss, dunkel und katakombenähnlich ist das Cover von The Back Room. Tom Smith, Chris Urbanowicz, Geraint Owen und Russell Leetch geben sich den doofen Namen The Pride (Stolz) und titeln sich nach dem Wechsel von Ed Lay für Owen ebenso doof in Snowfield (Schneefeld) um.
Dann irgendwann der Kick, und Editors OHNE (the) entführen in die seligen Zeiten von Wave und Independent. Mein ganzer Plattenschrank steht voll mit Musik aus dieser Epoche, und eins ist sicher: vor zwanzig Jahren wären Editors kaum aufgefallen. Also alles nur geklaut? Ja! Bei den vorgenannten, besonders bei Interpol wurde gnadenlos abgekupfert. Aber trotz ungenierter Zitate, die exzellenten Gitarrensounds und feinen Melodien bieten exellenten Spass. Die Musik fährt direkt in die morschen Knochen. Und Smith hat ein echtes Organ. Wenn`s gute Stimmen gibt, dann hat er eine sehr gute. Angenehmes Timbre, er hält die Melodie und bringt die dunkle morbide Atmosphere die das ganze Album durchzieht, wunderbar rüber. Eine gewisse Eintönigkeit ist nach dem zweiten oder dritten Durchgang zu vermelden, aber nichts destotrotz gibt es abgesehen von den Singles Munich, Blood und Bullets noch eine Menge Content zum satthören. So, ich kram jetzt meine alten Vinyl-Schätze raus und werde meinen Plattenspieler reanimieren.Von dem Album geht über das absolut tanzbare eine merkwürdige Stimmung aus. Ich überlege, und ja, jetzt fällt`s mir ein: irgendwie unheimlich.
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Anspieltipp: Blood | Distance| Munich
