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Die besten 500 Alben: 01-20 | 21-40 | 41-60

Porcupine Tree – Stupid Dream (1999)
Ich bin seit diesem Album ein grosser Fan der Band. Gehört habe ich “Stupid Dream” erstmalig in einem Secondhand. Aus den Boxen schallerte “Baby Dream in Cellophane” Grossartig. Crosby Stills Nash & Young goes Progressive. (P)

Portishead – Dummy (1994)
Das beste Trip-Hop Album aller Zeiten. Über all den knisternden, hallenden Klangwelten schwebt Beth Gibbons’ Gesang. Göttlich. (P)

Mark Hollis – Mark Hollis (1998)
Reduktion auf die Essenz. Ein zartes Klimpern. Ein Streicheln von Saiten. Der Klang einer Oboe weht durch den Song. Und dann gibt es noch diese einzigartige Stimme. Ein Meisterwerk, nicht weniger. (P)
Beifall meinerseits. Dieses extrem introvertierte Album lässt einen verstummt zurück und wir gucken danach mit großen Kinderaugen in die Welt der konzentrierten Wunder… einer musikalischen Stille. (B)

Madonna – Ray Of Light (1998)
Das einziger Album der genialen Zimtzicke , das ich von Angfang an mochte und immer noch mag. Madonna goes Drum’n'Bass und so. (P)
… Gibt sicher Ärger mit den Kneipenbesuchern. (B)

Renaissance – Scheherazade & Other Stories ( 1975)
Eine symphonische Geschichte aus 1001 Nacht. Das Album ist ein Methusalem und eines der wenigen Werke aus dem altbackenen Klassik-Rock Universum, das mir immer noch bekommt. (P)

*shels – Sea Of The Dying Dhow (2007)
Des Wahnsinns fette Beute. Erst lullen uns die Briten mit lieblichen, fein gesponnen Melodien aus unserem Versteck und dann wird die Kettensäge angeworfen. Zwischen orientalisch angehauchte Metal und atmosphärischen Post-Rock wird Meisterliches hingespuckt. (P)

Nirvana – Nevermind (1991)
Irgendwann muss das Album ja sowieso in die Bestenliste. Dann halt jetzt. 1991 habe ich mit der ganzen buckeligen Verwandschaft einen Sonntagnachmittag bei meiner Schwiegermutter verbracht. Ein dröger Nachmittag bei Kaffee und Kuchen. Schon ein wenig müde von zuviel fetter Torte zappte ich träge durchs TV-Programm und bin bei MTV gelandet. Und dann sah ich das Video zu “Smells Like Teen Spirit”. Ab Montag hörte ich andere Musik als die Jahre zuvor. (P)
Kaffee und Kuchen hatte meine sprühende Verwandtschaft auch, … aber keinen Fernseher auf dem MTV lief! Elektrisierte allerdings auch ohne Glucosecoffeinrausch (B)

Dakota Suite – Waiting For The Dawn To Crawl Through And Take Away Your Life ( 2007)
Musikalisch mit Mark Hollis verwandt, wird bei Dakota Suite nichts weniger als die Stille vertont. Eine traurige, selbstmörderische und zu Tode betrübte Stille und kaum Hoffnung. Trotzdem zeitlos schön. Als ich das Album in einer Schallgrenzen Sendung vorstellte, bekam ich die enthuasitsche Mail eines Pastors. (P)
… heute ist irgendwie Herbstanfang, dünkt mir. (B)

Stabbing Westward – Darkest Day (1998)
Ein düsters, fast hoffnungsloses Konzeptalbum in vier Akten. Zwischen Industrial und Gothic. Das es Stabbing Westward nie geschafft haben, hinauf in den Zenit, nämlich ich persönlich übel. Wem auch immer. (P)
Sag ich doch, Herbst. (B)

The Fixx – Reach The Beach (1983)
Überzeugender britischer New-Wave der sogar heute noch zündet. My heart is sealed watertight
Maybe I’ll reach. I’ll reach the beach. (P)

Ride – Nowhere (1990)
Nowhere darf hier als Prototyp des End80erFrüh90er Shoegazens selbstverfreilich nicht fehlen. Atmet noch den Charme der innovativen Beseeltheit, lässt aber durchaus die differenzierten zu benennenden melodischen Qualitäten der später nicht nur dreamgazenden Band ahnen. Provozierend ausgedrückt: Nicht so effektorientiert (Entschuldigung, kommen später) wie MBV und nicht so verhuscht (nochmal Entschuldigung, kommen auch noch dran) wie Slowdive. Daneben beste Drummerarbeit und eines der schönsten Cover. (B)
Stimmt (P)

The National – Alligator (2005)
Poesie hat ein Zimmer hier. So unscheinbar Alligator zunächst erscheinen mag, so selbstverständlich, unaufdringlich und komplett sticht dieses Album aus den unzähligen Post-Postrock/Americana Alben der frühen 00er hervor. Das Licht in der Kammer dieses amerikanischen Herzens wird eindeutig von dem einnehmenden, narrativen Bariton Matt Berningers angeknipst und lässt uns in warmen tiefen Farbtönen verzückt den durchweg guten Texten lauschen. Â (B)

The Necks – Sex (1989)
Verlassen wir einmal kurz das poptaugliche Kurzformat und wenden uns den zentralen Dingen des Lebens zu. Eine Stunde lang… Denn diese Zeit benötigt dieses überwiegend improvisierte, repetetive, verführerische Stück Sinnlichkeit des australischen Trios. Eine Platte, ein Stück, ein Thema. Ein entschleunigtes, unzappbares musikalisch magisches Fliessen in Motiven und Andeutungen, zwischen Jazz und Ambient, zwischen Avantgarde und Postirgendwas. Wer einen Höhepunkt erwartet, wird unbefriedigt bleiben. Hier ist der Weg das Ziel. (B)

Steely Dan – Can’t buy a Thrill (1972)
Pretzel Logic oder Can’t buy a Thrill? Komplexer und gewiefter als in Pretzel Logic geht es kaum, sympathischer und stimmungsvoller ist und bleibt allerdings das Debüt der Supermetaldildos. Hier ist schon alles drin, was das perfekte Songwriting Fagans und Beckers ausmacht. Die leicht zwanghafte Überproduktion und gelegentliche zermürbende Detailarbeit der Beiden bleibt hier noch nahezu unbemerkt. Alles steht am richtigen Platz, wie selbstverständlich. Egal ob Blues, Rock, Jazz, oder Latinomomente. Â Musikalischen Nervenkitzel kann man doch kaufen. (B)

… and you will know us by the Trail of Dead – Source, Tags and Codes (2002)
Wo Muse heutzutage nach dem Rosenkavalier klingt, läßt Trail of Dead Stravinskys Sacre du Printemps erstehen. Adrenalin in Schichten, Taurin in Noten, hysteroide, grandiose Theatralik, nahezu haptischer Sound mit einem Dichtegradienten nahe Iridium. Flirrende Jagd nach dem Geheimnis Rock. Kann somit auf der Bühne durchaus zwangsläufig im Chaos zerstörten Equipments enden. Grandios. (B)
Ich weiss zwar nicht wer oder was Sacre du Printemps ist, aber dieses Album ist Adrenalin pur (P)

Bauhaus – In the flat Field (1980)
Trugen die durch Ian entzündete Fackel die Düsternis mittels Bela Lugosi weiter in die 80er. Goth? Bescheuerte Bezeichnung, konnte ich noch nie leiden und wird den Facetten Bauhaus nicht gerecht. Da ist Punk, Glamrock, Funk und (zugegeben) jede Menge theatralischer Düsternis perfekt und faszinierend durch Peter Murphys Charisma in Szene gesetzt. Sich diesem dunklem Charme zu entziehen, war mir komplett unmöglich. (B)
Mit dem Begriff “Gothic” waren Bauhaus wohl selbst nicht einverstanden. Aber ein morbider, leicht gruseliger Wind zog durch alle Zimmer dieses Gespensterhaus. (P)

Wire – 154 (1979)
Haben Wire mit Pink Flag die perfekte Zeichnung, mit Chairs Missing das perfekte Aquarell abgeliefert, folgt mit 154 das verstörende Ölbild der destruktiven Bandphase. Hier schlagen zwei Herzen in einer Brust und oszillieren synkopierend zwischen genialen Popsongs und dekadenten, bedrohlichen desillusionierenden Soundlandschaften. In all der perfekten Gegensätzlichkeit ist 154 eine faszinierende Achterbahn durch die Höhen und Tiefen des Postpunks. Sterben in Schönheit. I’ve should have known better… (B)
Ganz wichtiges Album. Diesen drei Ziffern werden auch heute noch (ob bewusst oder unbewusst) mehr als gelegenlich zitiert. (P)

Fehlfarben – Monarchie und Alltag (1980)
Na endlich, Geschichte wird gemacht! Düsseldorf, Ratinger Hof, Mittagspause, DAF und schließlich Fehlfarben! Wir schreiben das Jahr 79/80 und es entsteht hier ein Album, das es so nicht einmal geben wird. Zum Sonnenuntergang des Punks, in der Dämmerung der NDW wird deutsche Musikgeschichte gemacht. Am Ende ist Paul tot , Gottseidank die Wirklichkeit überholt, die Jugend verschwendet, ein zwangseingefügter Hit dabei, SPEX liegt komplett daneben und die Platte schliesslich golden. EMI freut sich und Fehlfarben ist schließlich einen Sänger los. Kurz: Authentischer als hier konnten die frühen 80er hier nicht erscheinen. Inklusive des peinlichen Stereoplay Aufklebers. (B)
Ich war damals ein Mittelding zwischen Möchtegern-Punk und Yuppie mit allen notwendigen Accessories um mich lächerlich zu machen. Aber dieses Album und seine Songs waren alles andere als albern. (P)

The Fall – This Nations saving Grace (1985)
ICH MAG THE FALL! Basta…
Selbst nach 26 regulären Alben in über 30 Jahren polarisiert der gelegentlich provozierend konservative Mark E. Smith als (fast letzter) lebender authentischer, in Bier eingelegter Zyniker des Musikgeschäftes noch immer die gesamte Musikpresse und mittlerweile das ein oder andere Feuilleton angesehener Publikationsorgane. Er liebt Deutsch, Sprachspiele, Manchester, Bier und lustiges Musikerfeuern. John Peel liebte ihn. Somit wie gemacht für diese Liste hier und die leicht schiefe Schublade in meinem Herzen. Das vielleicht beste Album. Den Rest müsst ihr schon selber durchhören. (B)

Aphex Twin – Selected Ambient Works II (1994)
Techno in allen Formen und Farben rennt auf Vollgas und Richard David James bremst kurz an bevor er komplett aus der Hörkurve fliegt. Als Janusköpfiger Mozart komponiert  sich James durch Minimal/Intelligent/Ambient Landschaften und lässt uns mit den Selected Ambient Works II tief in die alphawelligen Traumwelten seiner Hirnwindungen eindringen. Sehr tief. Das sein Hirn auch durchaus anders kann, zeigt euch Daddy später… (B)
Zusammengestellt: Peter (P) und Benedikt (B)
Die besten 500 Alben: 01-20 | 21-40 | 41-60

The Fall. Endlich mal jemand, der die noch kennt. Außer mir. Danke dafür.
Nevermind ist ansonsten das definitiv schlechteste Nirvana-Album. Fand auch Kurt Cobain, weil zu sehr für die Massen produziert. Besser: In Utero.
Steely Dan: War das das Album mit “Reelin’ in the years”? Falls ja: Puh. Davon hab ich schon mal beschleunigten Herzschlag bekommen. War aber schön.
PT: Der Vergleich mit CSN&Y ist mir zu weit hergeholt. Aber schon schön. Schöner als The Incident, so insgesamt.
@ Tux: Handzahm heute…
@ Peter: Scacre
Ja, handzahm. Über Madonna breite ich den Mantel des Schweigens aus. Wollte nicht wieder Aggressionen provozieren.
Habe ich mir schon gedacht…Wenn dein Avatar demächst so aussieht, mach ich mir langsam Sorgen
So weit kommt’s noch. Ausgerechnet Engel. Da muss schon viel passieren.
Oh, ich muss mich korrigieren. Was passiert denn hier? Warum zwei unübersichtliche Navigationsleisten statt, wie bisher, einer übersichtlichen? Warum wird in der oberen jetzt halbes Englisch geschwafelt (”Home”)? Und warum gibt es dazu noch keinen Beitrag?
Hilfe!
Da ist ja mein gehasstest “Nevermind”. “Bleach” ist okk, der Rest Müll.
“Dummy” war ja auch irgendwie klar. Dafür Steely Dan und Bauhaus, sauber.
Entweder hab ich’s bisher übersehen oder es ist wirklich nicht drin…In Rainbows.. In meinen Augen eines der besten Alben der letzten Zeit.
Aber über Geschmack kann man ja bekanntlich streiten
cu
Tja, wir müssen noch 420 unserer Alben aufs Treppchen hieven. Da kann noch einiges kommen.
Das hört sich an wie eine Drohung …
… ist es auch!
Danke für die Erinnerung an The Fixx: die hatte ich sicher schon seit über 20 Jahren vergessen