Die andere Seite IV – Olafur Arnalds

8 Jan

Gefundene Lieder. Gefundene Schätze. Duplizität der Ereignisse. Habe ich gerade noch Eluvium dem Leser als kleine chemoluminiszenten Perlen nahegelegt, zwingt mich ein unbeabsichtigtes Stolpern über ein durchaus ästhetisch verwand erscheinendes Video die andere Seite dringend auf Teil IV zu erweitern um einen qualitativ wirklichen Schatz zu heben. Doch spielen wir zunächst das Video:

Ólafur Arnalds – Ljósið

Erstaunliche Weiterführung der ozeanischen Eleganz unserer Medusen in den virtuellen Farbkosmos. Kurz, wunderschön. Aber dieser Blog hier heisst nicht Lichtgrenzen und bewerten Videos. Etwas aufgefallen? Die Musik ist wunderbar und kommt aus, wundern tut es mich irgendwie nicht, aus Island. Olafur Arnalds ist jung, begabt und Isländer. Was liegt näher, seinen Lebensmittelpunkt in die Hände der Musik zu überantworten. So getan verzaubert Olafur jedes nicht komplett vernagelte Herz mit einem schönen Werk nach dem anderen. Dezente, zutiefts elegante, klassisch instrumentierte Schönheiten, die sich gelegentlich und vollkommen unpeinlich mittels Drums fast in ein regelrechte Songformat entwickeln können. Ausnahmslos ist allen Stücken Eines gemein, die melancholische unprätentiöse Eleganz. Wenn nimmt es Wunder, dass die Väter der isländischer Eleganz, Sigur Ros, ihn ihre Konzerte eröffnen haben lassen. Ungemein passend.

Nach zwei Alben verschenkt Olafur Arnalds ein kleines Minialbum gefundener Lieder, jeden Tag einen komponiert, eingespielt und hier verschenkt. Danke hierfür, und kann mir jetzt endlich mal einer suffizient unter Vermeidung der Begriffe Schnee, Gletscher, Einsamkeit, Schönheit, Winter verraten, warum in aller Welt solch schöne Musik immer aus Island kommen muss? Ich denke über mein nächstes Urlaubsziel vertieft nach. Ich sollte mal nachschauen…

Olafur Arnalds – Ljosid | mp3

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Olafur Arnalds – Faun | mp3

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5 Antworten zu “Die andere Seite IV – Olafur Arnalds”

  1. P.K. 08. Jan, 2010 at 10:53 #

    muss sie nicht zwangsweise, so was kann auch aus berlin kommen, ist dann sogar auf dem gleichen englischen label zu finden:

    http://www.myspace.com/nilsfrahm

  2. Juls 08. Jan, 2010 at 10:55 #

    Die weibliche Alternative wäre dann Ólöf Arnalds. Nur mir “Gitarre und Harfe, mal hauchige Trompete, mal kaum unhörbare Orgel”.

  3. Benedikt 08. Jan, 2010 at 12:30 #

    @ PK: sehr schöner Tipp, und das auch noch aus dem geliebten Berlin.
    @ Juls: dito, heissen die eigentlich da alle Arnalds? Die Dame hört sich allerdings eher chinesisch an…

  4. Eva-Maria 08. Jan, 2010 at 12:50 #

    Ólöf Arnalds ist meines Wissens die Kusine von Ólafur, also keine Bange, nicht alle Isländer heißen Arnalds und der Hang zur Musik scheint hier in der Familie zu liegen.

  5. Peter 08. Jan, 2010 at 13:10 #

    Ich möchte mich auch Island-Kenner outen. Habe gerade einen Depri-Krimi von Arnaldur Indridason gelesen. Und da stand , das man z.B. Olafur Arnalds im isländischen Telefonbuch unter Olafur finden würde. Die Isländer sortieren nach Vornamen. Nur mal so.

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