
Bevor die Editors uns süffisant in nicht unmaßgebliche elektrifizierte Verwirrung stürzen werden, schwelgen wir noch einmal im stilisierten kurzem Aufbäumen im Darkwavesound des ewigen Epigonentums interpolierter, zukurzhosiger, schwarzschlipsiger Schlackse. Will heissen, lasst uns noch einmal den Darkwavigen Postpunk der 00er geniessen, bevor diese Episode für die folgenden 20 Jahre wieder in der Schublade des jüngeren Musikgeschichte verschwindet. Schade, war irgendwie nostalgisch und nett als herangereifter Früchtling den musikalischen Engrammen der musikalisch Enkulturation zu fröhnen und dabei noch brandaktuell sein zu dürfen. Nostalgie? Kitsch? Klar, doch wer hat nicht irgendwo in seinem coolen Designerloft eine fürchterlich süße Hello Kitty, einen ollen Gartenzwerg oder Bilder von Oma versteckt? Also kein Grund zur Schande, das Leben ist einer langer Fluss mit manchem dunklem Seitenarm. Und in diesem ist Schwimmen natürlich nicht verboten.
In just diesem Nebenarm des Joydivisionesken Epigontenums a la Interpol und Editors 1.0 planschen düstervergnügt die beiden schlackisgen Schweden von Dial M for Murder und betrachten langsam den Sonnenuntergang dieses ihres Sounds. Authentisch vom Cover bis zum Schlips gestylt, schön eingespielt, jenseits von glatt, durchaus leicht angeeckt, gut zu hören und doch leider ein, zwei Jahre zu spät die Badehose angezogen, werden auch sie durchaus ihre Zuhörer nicht nur auf diesem Blog finden. Doch wie gesagt, schon deutlich schlechtere Hipster vernommen und ich habe nichts auch rein gar nichts gegen eine wenig Nostalgie mit einer Prise Elektropop einzuwenden. Im November in deutschen Landen zu beurteilen. Packt die Badehose ein. Die Schwarze natürlich…
Dial M for Murder - NYC (Now you care)| mp3
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Dial M for Murder – Oh no!





die wurden mir schon vor einiger zeit von einen kollegen wärmstens ans herz gelegt, aber an diesem gefiepe und schrulligen gesang geht mir nur eins auf: auf meine nerven.
krank das ganze. schlimm.
Die Scheibe steht schon seit ein paar Wochen in meiner Sammlung und vor allem der Song ‘the mourning comes the morning after’ hat es mir angetan. Für mich eine angenehm schrägere Variante der doch etwas zu glatten She Wants Revenge.
Aber bevor wir hier den Abgesang des darkwavigen Postpunk aufgrund einer kommenden Scheibe der Editors feiern (im Negativen natürlich), warten wir doch lieber erstmal ab was eine eventuelle nächste Interpol-Veröffentlichung bringt … ich hab ja noch immer die Hoffnung, das diese mich nicht auch enttäuschen wird (obwohl Julian Plenti aka Paul Banks es bereits getan hat). Und so lange hören wir halt Dial M For Murder!, Transisters, We Were Promised Jetpacks undsoweiterundsofort …