Calvin Harris – Ein Musiker dreht durch
26 Jul
Der Mann war mir bis dato unbekannt, seine Musik (Synthpop) nicht meine Kiste Bier, aber er ist mir sehr sympatisch. Calvin Harris, schottischer Produzent, Sänger und nicht ohne Humor hat gegen die British Phonographic Industry (BPI), die mit der deutschen GEMA vergleichbar ist, via Twitter mächtig vom Leder gezogen. Der Mann war erzürnt, da Rechteverwerter und Label nur ihren eigenen Interessen dienen und sich um die Belange des Künstlers wenig scheren. Anlass der überaus lustige Verbalattacken war Calvin Harris’ offizielles Video, zu dessen kommenden Single “Ready For The Weekend”. Die ließ die BPI ( die GEMA hat z.Zt. ebenfalls Trouble mit YouTube) wegen des Tantiemenstreits von der Video-Plattform entfernen.
Daraufhin drehte der Schotte im roten Bereich. Alles bei Twitter nachzulesen: “Es ist mein Song, ihr verdammten Bastarde. Da haben andere Burschen meinen Song hochgeladen, die sind noch da, aber meinen haben sie gelöscht”. Dann wird`s noch heftiger, ich übersetzte mal nicht, ist im Orginal lustiger: “It’s the fucking BPI. Fuck You. ‘The BPI’ what have you ever done for anybody you useless shower of cunts”.
Danach regt er sich auf, das zwar illegale Songs im Netz herunmschwirren, tatsächlich aber nur das von ihm ( dem Produzenten und Urheber) hochgeladene Video gelöscht wird. Die BPI sei die schlechteste Organisation aller Zeiten, ihr ganze Organisation absolut chaotisch und die Angestellten im Onlinebereich gewaltige Vollpfosten. So fühlt sich Harris ohnmächtig Angesichts der Tatsache, dass sein Label und die BPI bisher nichts Positives für ihn getan hätten.
“The BPI are the worst organisation to ever walk the earth and their setup is shambolic and their online employees are all massive retards. This is unbelievable, and it seems I am completely powerless to do anything. Sony have done nothing, the BPI have done nothing.”
Danch wird`s ernst: So droht er, mit einem Auto durchs Fenster des BPI-Büros fahren. Und damit er auch sicher zu den Online-Affen im hinteren Teil des Gebäuders gelangt, verspricht er, sich einen fetten Geländewagen zu mieten.
“I’m going to drive my car into the big window in the BPI’s offices on my way to the studio this morning”. I’m going to hire a 4×4 for the day so i make more of an impact, and hopefully reach the online monkeys at the back of the office.”
Harris entschuldigt sich zwar (natürlich via Twitter) bei den Mitarbeitern: “Ok I got a bit caught up in the heat of the moment. Sorry to employees of the BPI who aren’t massive retards. But please put my video back”, legt aber dann noch nach:
” Just arrived at the House of Lords in a monster truck to launch my complaint against the BPI . Shit I think I just took out an innocent bystander. Its hard to manoeuvre this damn thing. Still, its all for a worthy cause Complaint fully rejected by the House of Lords. About to drive into the House of Lords in my monster truck. The good news is, the video is back up! The bad news is, i rented the monster truck for 3 days”
Moral von der Geschichte: Die Interessen von Musikern und Rechteinhaber bzw. Label sind nicht immer (eher selten) deckungsgleich.
Weitere Infos: Mitmachen – Stoppt die GEMA | Zum Teufel mit der Musikindustrie | Verkomplizierung eines Sachverhalts – Musik werden wir nie bezahlen | Gründung eines Netlabels
via: laut.de
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Hi, bin wieder im Lande.
Calvin ist klasse und gar nicht sooo unbekannt: http://thelastpopsong.blogspot.com/2007/08/he-created-disco-calvin-harris.html
Dicke Autos machen halt doch was her…
Grüß Gott. Schön das Du wieder da bist. Wie war`s?
…bergig halt, aber wem erzähle ich das. Kompliment für deine Netlabelüberlegungen, trifft den Pudel weit drinnen. 46 Kommentare sprechen Bände. Also planen, arbeiten und machen…
Demnächst wieder mehr von meiner verschlafenen Seite aus
Schön, dass noch mehr Musiker endlich mal sagen, was sie denken.