Besuch in Berlin: Bei Lie in The Sound, meinen Waffenbrüdern und Placebo

23 Nov

Ich blogge heute zwar  nicht aus Berlin, bin aber gerade von einem Wochende aus der Hauptstadt zurück. Normalerweise in der nordeutschen Einöde ansässig, bin ich mit grossen, staunenden Kulleraugen, angstvoll die Hand meiner lieben Frau umklammernd,  in der Kulturhauptstadt gewesen. Grund war primär das Konzert der Brit-Rocker Placebo und sekundär das Schnuppern von Grossstadtluft und ein Treffen mit den Blog-Kollegen von Brigitte und Chris von Lie In The Sound.

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Am Samstag war ich immer noch leicht vergrippt und strolchte eher lustlos durch Berlin, dabei vor mir hinmurmelnd, zu Hause ist es doch viel schöner. Abends dann Treffen mit den Machern von Lie In The Sound. Nach kurzem Beschnuppern, man kannte sich ja nur virtuell, habe uns die beiden im Grenzgebiet zwischen Kreuzberg und Neukölln in eine sogenannte In-Kneipe entführt. Der Laden hiess, soweit ich mich erinnere “Mama”, ein roh verputztes Kabuff in dem noch nicht mal die Bohrlöcher in den Wänden zugekittet waren. Aber es war nett dort, wir vier haben uns prächtig verstanden, über Gott, das Leben als Blogger und der Welt gequatscht. Irgendwann um 2 Uhr morgens ging es leicht schwankend vom vielen tschechischen Bier zurück in Hotel.

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Abends zuviel Bier, nächsten Morgen wieder fit

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Cool und Stylish - Mensch und Hund in Berlin

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Mein Freund, der Bär

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Mein militärisches Pflichtprogramm mit Elan absoviert

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Schaufensterpuppe, die mich an einen bekannten Päderasten erinnerte

Die Grippe war zwar am nächsten Morgen weg, aber ich hatte von dem komischen Bier einen Kopf wie ein Klosterkater.  Wenn Berlin, dann richtig. Und so habe wir uns zum Brandenburger Tor aufgemacht.Selbstredend war ich  mir nicht zu schade, mich wie ein alberner Tourist aufzuführen und mit gezückter Kamera, Stadtplan und Streckennetz diverse preussische Protzbauten abzuarbeiten.

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Plattfüssig zurück zum Hotel, kurz angehübscht und in die Treptow-Arena. Dort wurde mir zunächst vom Sicherheitsdienst die Spiegelreflex entwendet (die macht zu gute Bilder) und danach wurde gerockt. Die Vorband Experiate war so schlecht nicht, hat mich aber auch nicht beindruckt. Der letzte Song ihrer halbstündigen Show, der war sehr gut.  Ich weiss aber nicht, wie er heisst. Danach Placebo. Die Bilder sind mit meiner Handyknipse entstanden, daher eher der vollständigkeitshalber hier zu sehen.

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Der Gitarrist hebt sein Bein

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Der kleine weisse Punkt, das ist Molko

Die britischen Melancholie-Rocker, die von der letzten MTV’schen Idiotenveranstaltung zur Indie-Rock Band des Jahres gewählt wurden, haben natürlich mit Indie soviel zu tun, wie sagen wir mal, Gunter Gabriel mit Radiohead. Jedenfalls waren Placebo, ich hatte es nicht anders erwartet, live eine feste Bank. Gute Liveshow, sehr guter Sound,  angenehme Stimmung, tolles Repertoire und  zwei Zugabenblöcke.

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Schönes Kino

Somit grosses Kino, allerdings ein bisschen  zu viel Gebolze. Hauptverursacher war für mich der neue Schlagzeuger. Der Kerl ist ein verdammter Metzger, der in gröbster Manier auf seine Schiessbuden einprügelt. Grobmotorik in Vollendung. Egal, es war ein tolles Konzert und wir waren zufrieden. Einen Tipp von Brigitte habe ich natürlich sofort umgesetzt. In des USA wanderst du in den Bau, in Hildesheim gilts du als Assi und in Berlin bist du damit megacool. Mit der Bierpulle in der Hand durch die Stadt. Somit dürfte ich wie ein Einheimischer gewirkt haben, hätte ich nicht andauernd den U-Bahn-Plan gezückt.

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7 Antworten zu “Besuch in Berlin: Bei Lie in The Sound, meinen Waffenbrüdern und Placebo”

  1. der tux mal wieder 23. Nov, 2009 at 19:44 #

    Manche Gegenden von Berlin erträgt man auch nur mit genug Bier im Blut. Allerdings ist tschechisches Bier zu schade für so was … :-)

    *nein, tux, du wirst jetzt nichts zu Placebo schreiben! nein, tux! böser tux! argh!*

  2. DifferentStars 23. Nov, 2009 at 19:46 #

    Haha… In-Kneipe… da hätten wir in den Raumfahrer gehen müssen ;-) Das Mama oder Mamma ist so ein typisches X-Köllner Dingsbums. Mit teils Tapete ab, teils Kitschtapete drauf und Möbeln, die irgendwie vom Flohmarkt und keins passt zum anderen.
    Mit machen jedoch diese Yuppie-Leuchtkästen an der Wand, die da plötzlich hängen, Angst. Das tschechische Bier ist sehr lecker, man trinkt nur leider immer zuviel davon. Der Trick mit dem “wir trefen uns früh, damit wir auch früh ins Bett kommen” klappt nie. Man wankt nur umso betrunkener gen Schlafgemach.

    Der Abend mit euch war sehr schön (Gruß an die Frau bitte). Und wie es sich gehört, haben die Oberhäupter gefachsimpelt und die Firstladies (Chris u. deine Angetraute) Pläuschchen gehalten ;-)

  3. Peter 23. Nov, 2009 at 19:53 #

    Danke Tux. Ich weiss das WIRKLICH zu schätzen
    :mrgreen:

  4. zuwenígzeít 23. Nov, 2009 at 23:01 #

    Ich dachte Placebo sind nicht mehr… hab ich wohl geträumt :)

  5. Leepea 30. Nov, 2009 at 22:07 #

    Belang- und witzlos.

Trackbacks und Pingbacks

  1. Stippvisite - 25/11/09 | Lie In The Sound - 25. Nov, 2009

    [...] Besuch in Berlin: Bei Lie in The Sound, meinen Waffenbrüdern und Placebo [...]

  2. Hirnfick 2.0 » Blogarchiv » Musik 06/2010 – Favoriten und Analyse - 21. Jun, 2010

    [...] dieses Album so empfehlenswert, wenn doch Placebo wahrlich nicht zu meinen (wenngleich indes zu seinen) Favoriten zählt? Nun, die Mischung [...]

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