
Schon wieder eine Band aus Italien die aufhorchen lässt. Armstrong? aus Turin. Die sollten unbedingt vorgestellt werden. Bisher hat das noch niemand getan. Ausser vielleicht auf italienisch. Das hat uns aber nicht zu interessieren. Ist so schrecklich laut. Kann man über Musik überhaupt schreiben? Mach es Sinn, sich mit vermaledeiten Schachtelsätzen selbst ein Bein zu stellen? Sich mit Beiwortquark, Eigenschaftswortgedöhns und Wiewortblödsinn zu verschrobenen Albernheiten hinreissen zu lassen? Müsste ich wohl tun, den das Album der Italiener schreit förmlich danach. Ist nämlich gut. Heisst “Collateral”. Und gibt es für umsonst. “Collateral”, das ist shoegaziger Indie-Pop mit atmosphärische, vielschichtigen Gitarren-Sounds, hier und da verhalltes Gewaber und weicher, verträumten Gesang ohne italienischer Akzent. Die Effektpedale werden reichlich bedient, die Melodie tröpfeln sanft dahin wie fliessende Bienenkotze. Zu hören sind Gitarren, geschichtet wie weicher, sich windender Frischkäse. Melodische Momente wie das Knispern von zartem Blätterteig und dazu das wabernde, verhallte Rauschen wie Furz von Engelchen. Shoegaze im Stile der 90er mit Vorbildern wie Slowdive, Lush oder Ride und so weiter und so fort.

Armstrong? – A Hope | mp3
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… fliessende Bienenkotze. Erste Sahne, literarisch!
Was tröpfelt, fließt nicht.