All You’ve Seen – Imagepflege mit Schlagzeug, Bass und Gitarrenwänden

4 Feb

Schlechte Nachrichten aus der Schweiz. Die Daten-CD-Affäre. Böse deutsche Steuerhinterzieher bunkern in der Schweiz bei den geldgiergen Raffzähnen ihre Kohle. Wir wollen die CD, wir wollen Namen, wir wollen die Kohle. Unsere Nachbarn finden das gar nicht gut, verweigern uns den Handschlag und wollen am liebsten alle deutschen  Asylanten rausschmeissen und statt astreinen deutschen Luxus-Karren nur noch Japaner mit defekten Gaspedal kaufen. Das sieht nach Krieg aus.  Aber dies ist nicht der Ort, an dem noch mehr Öl ins Feuer gekippt wird. Kein Peitschen-Peer, kein Ruf nach der Kavallerie. Schallgrenzen steht für die völkerverbindende Kraft der Musik. Und im  Land der Berge und Täler wird natürlich nicht nur mit Schlips und Kragen Unfug getrieben, nein, dort wird auch  ganz grossartig musiziert.

All Youve Seen

Die ist kein Arbeitsplatz eines Schweizer Bankiers

Der Post-Rock ist nicht totzukriegen. Und das ist auch gut so. Was gibt es Schöneres, als gut eingemummelt durch verschneite, vereiste Winterlandschaft zu wandern und dabei elgischen Gitarrensounds zu  lauschen. Wir sprechen nicht unbedingt von Songs, sondern von Stimmungen, die uns den Alltag vergessen lassen. Das Trio All You’ve Seen aus der Schweiz gehören in der inflationären Post-Rock Landschaft zur besseren Sorte. Ein Schlagzeug mit ordentlchen Bumms treibt unterstützt vom  Bass voran. Mal Laut, mal leise.  Die Gitarre flüstert oder knurrt.Mal gibt es feine Pinselstriche zu bewundern, mal kreist gitarrenmässig  die Axt und wir ducken uns. Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Leise und sanft fallen sie zu Boden.

Musikalisch erinnert der ganze Gitarrenspass zum einen an pg. lost (deren neues Album übrigends absolut fantastisch ist) aber auch an die krachmachenden und sehr guten Alpenbewohner Our Ceasing Voice (Östereich) oder  Overdrive Amp Explosion ( die etwas ruhigeren Eidgenossen). Aber natürlich sind die  hier so beliebten Referenzen wie Blueneck , Caspian, Collapse Under The Empire oder Saxon Shore, deren Album hier seit Wochen rumliegen habe und welches förmlich nach einer Rezensierung brüllt. Wie dem auch sei, die beiden Werke der Schweizer gilt es kostenfrei herzuladen  (in bester 320er Qualität), zu entpacken, auf den Player zu transferieren und sich die Zeit nehmen, eine Menge guter Musik zu geniessen.

All You’ve Seen EP All You’ve Seen Album

All You`ve Seen – Belhara

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weitere Infos: All You’ve Seen MySpace
Free MP3 Download: Album “Mahali” | EP “All You’ve Seen”

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7 Antworten zu “All You’ve Seen – Imagepflege mit Schlagzeug, Bass und Gitarrenwänden”

  1. der tux mal wieder 04. Feb, 2010 at 19:52 #

    Ich finde es schade, dass man der Schweiz das Recht auf ihr Bankgeheimnis nicht zugestehen möchte.

  2. Peter 04. Feb, 2010 at 20:03 #

    Ich gestehe ihnen eine Menge zu, deen Schweizern, aber nicht ein Bankgeheimnis, mit dem sie illegale Kohle bunkern und nicht auskunftspflichtig sind. Mit dem Geld anderer Leute ein Reibach machen, ist ja schon mies, aber mit den illegalen Geld anderer, finde ich noch mieser. Aber mal was anders, wie gefällt Dir die Musik?

  3. der tux mal wieder 04. Feb, 2010 at 20:31 #

    Die Schweiz verdient ja nichts daran, das Geld wird ja nicht direkt dem Staat überführt.

    Die Musik? All You´ve Seen meinst du? Ist mir auch in den Bretterphasen zu behäbig. Mir fehlt da irgendwie der Biss. (Aber vielleicht entdecke ich den noch beim zweiten oder dritten Durchgang.)

  4. Peter 04. Feb, 2010 at 20:41 #

    Soso, die Schweiz verdient nichts daran. Das sind ja ganz neue Erkenntnisse. Da bin ich aber beruhigt, das die Schweiz an fremden Kapitaleinlagen (über 50% immerhin) die bei Schweizer Banken hinterlegt sind, nicht durch Steuereinnahmen partizipiert.

  5. der tux mal wieder 04. Feb, 2010 at 20:58 #

    Was hätten wir davon, wäre das Geld stattdessen bei uns hinterlegt? Dem Volk nutzt es nichts.

  6. Mike 04. Feb, 2010 at 21:17 #

    Vielen Dank für diesen tollen Tipp. Gefällt mir sehr.

  7. hny 06. Feb, 2010 at 16:56 #

    tönt cool! aber manchmal dünken mich die delaysounds des gitarristen ein wenig aus dem time..

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